PKV-Standardtarif: Beiträge bleiben 2019 stabil

Der Beitrag für Privatversicherte im Standardtarif (STN) bleibt laut aktuellen Daten des PKV-Verbandes stabil.

Der STN als Angebot mit einer sozialen Schutzfunktion für langjährig Privatversicherte wurde 1994 eingeführt. Dieser garantiert eine vergleichbare medizinische Versorgung wie die Gesetzliche Krankenversicherung. Der Durchschnittsbeitrag liegt bei etwa 300 Euro im Monat. Rentner erhalten einen Zuschuss von der Rentenversicherung bis zu 150 Euro. Der Beitrag im Standardtarif ist nie höher als der Höchstbeitrag der GKV, der maximale Selbstbehalt liegt bei 306 Euro.

Derzeit dürfen aufgrund der Rechtslage nur Privatversicherte mit Versicherungsbeginn vor 2009 in den Standardtarif wechseln. Der PKV-Verband setzt sich dafür ein, dies auch allen seit 2009 Privatversicherten zu ermöglichen, denen nach heutigem Recht nur der meist teurere Basistarif verbleibt.

Florian Reuther, PKV-Verbandsdirektor, dazu:

„Weil das Leben nicht immer so läuft wie geplant, wollen wir den Menschen in allen Lebenslagen Lösungen anbieten, etwa wenn ihre Alterseinkünfte geringer sind als gedacht. Wir wollen diesen gut funktionierenden Sozialtarif für noch mehr Privatversicherte öffnen als bisher, doch leider wird die dazu nötige Gesetzesänderung seit Jahren von der SPD blockiert.“

Im Standardtarif für Frauen liegt die letzte Beitragsanpassung drei Jahre zurück (1. Juli 2016), davor war der Beitrag sechs Jahre stabil (seit 1. Juli 2010). Im Standardtarif für Männer wurden die Beiträge zuletzt am 1. Juli 2018 angepasst, davor gab es in den acht Jahren seit 2010 nur eine Erhöhung (1. Juli 2014).

 

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