ERGO baut Krankenversicherung mit fünf neuen Tarifen aus
ERGO erweitert das Angebot in der Krankenversicherung. Neue Zusatztarife richten sich an gesetzlich Versicherte und Unternehmen, ein weiterer Tarif soll den späteren Wechsel in die private Krankenversicherung ermöglichen. Besonders beim Firmenangebot geht der Versicherer einen anderen Weg als bei der klassischen betrieblichen Krankenversicherung.
Die ERGO Gruppe erweitert zum Oktober 2026 ihr Angebot in der Krankenversicherung um fünf Tarife. Drei neue ambulante Zusatzversicherungen richten sich an gesetzlich Krankenversicherte. Hinzu kommen ein Gesundheitsangebot für Beschäftigte sowie ein Optionstarif für einen möglichen späteren Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV).
Die Produkte werden von der ERGO Krankenversicherung AG und der DKV Deutsche Krankenversicherung AG angeboten. Mit der Erweiterung adressiert die Gruppe sowohl den privaten Zusatzversicherungsmarkt als auch Unternehmen und potenzielle künftige PKV-Kunden.
Drei Leistungsstufen für gesetzlich Versicherte
Die ERGO Krankenversicherung AG führt unter der Bezeichnung „Gesundheit & Vorsorge“ die Tarifvarianten „Basic“, „Smart“ und „Best“ ein. Die ambulanten Zusatzversicherungen sollen Leistungen abdecken, die über den Umfang der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen. Dazu zählen Gesundheits-Check-ups und zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen. Alle drei Tarifstufen leisten Zuschüsse für Sehhilfen wie Brillen und Kontaktlinsen sowie für Augenlaser-Behandlungen. In den höherwertigen Varianten „Smart“ und „Best“ sind darüber hinaus Leistungen für Hilfsmittel wie Hörgeräte vorgesehen.
Nach Angaben des Versicherers können die Tarife ohne Gesundheitsfragen und Wartezeiten abgeschlossen werden. Der Versicherungsschutz beginnt mit dem Vertragsstart. „Viele Menschen wollen heute selbst mehr Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen“, erklärt Frauke Fiegl, Vorstandsvorsitzende der ERGO Krankenversicherung AG und der DKV Deutsche Krankenversicherung AG. Die neuen Produkte sollen insbesondere Früherkennung und Eigenvorsorge stärken.
CorporateMed: Firmenangebot ohne Arbeitgeberfinanzierung
Mit „CorporateMed“ führt die DKV einen weiteren Zusatztarif ein, der ausschließlich über Gruppenverträge mit Unternehmen angeboten wird. Anders als bei einer klassischen arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Krankenversicherung übernimmt das Unternehmen dabei nicht die Versicherungsbeiträge. Stattdessen ermöglicht es seinen Beschäftigten den Zugang zu einem Zusatzversicherungsangebot zu vergünstigten Konditionen. Ob sie den Tarif abschließen, entscheiden die Mitarbeitenden selbst. Für das Unternehmen entstehen laut DKV keine Kosten. Das Leistungspaket umfasst unter anderem Sehhilfen, Vorsorgeuntersuchungen, Heilpraktiker- und Zahnbehandlungen. Hinzu kommen Dienstleistungen wie ein Arztterminservice, digitale Arztsprechstunden und psychologische Beratung. Gesundheitsfragen und Wartezeiten entfallen nach Angaben des Versicherers auch bei diesem Produkt. „Unternehmen können damit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein exklusives Gesundheitsangebot zusätzlich zur gesetzlichen Absicherung bieten und somit auch ihre eigene Arbeitgeberattraktivität stärken“, sagt Fiegl. Für die betriebliche Krankenversicherung eröffnet das Produkt damit einen Vertriebsansatz, bei dem der Arbeitgeber als Zugangspartner fungiert, ohne selbst zum Beitragszahler zu werden.
OPT15 sichert Wechselmöglichkeit in die PKV
Mit dem „KombiMed Option Tarif OPT15“ richtet sich die DKV an gesetzlich Versicherte, die sich einen späteren Wechsel in die private Krankheitskostenvollversicherung offenhalten möchten. Der Tarif ermöglicht es, den Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Abschlusses für einen späteren Wechsel festzuschreiben. Wird die Option genutzt, ist nach Angaben der DKV keine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich. Die Wechseloption gilt für einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren.
Als Zielgruppen nennt der Versicherer insbesondere Studierende, Berufseinsteiger und angehende Selbstständige. Sie können sich damit frühzeitig eine spätere Zugangsmöglichkeit zur privaten Vollversicherung sichern, auch wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Wechsel derzeit noch nicht erfüllt sind. Der Optionstarif ersetzt diese Voraussetzungen allerdings nicht. Ein späterer Wechsel in die PKV bleibt davon abhängig, dass die jeweils geltenden gesetzlichen Bedingungen erfüllt sind. Auch bereits bei anderen Versicherern privat Vollversicherte können den Tarif nutzen. Für sie sieht die DKV eine auf zwei Jahre begrenzte Wechseloption vor. „Wer sich alle Möglichkeiten offenhalten und mehr individuelle Planbarkeit möchte, sollte sich die Option sichern“, erläutert Fiegl.
Quelle: ERGO Group, Pressemitteilung zur Einführung neuer Krankenversicherungstarife, Oktober 2026.
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