31 Millionen Zusatzversicherungen: Warum immer mehr GKV-Versicherte aufstocken
Immer mehr gesetzlich Versicherte ergänzen ihren Gesundheitsschutz durch private Zusatzpolicen. Laut Verband der Privaten Krankenversicherung bestehen inzwischen rund 31 Millionen Krankenzusatzversicherungen in Deutschland. Besonders gefragt sind Leistungen für Zahngesundheit, Krankenhauskomfort und Sehhilfen – Bereiche, in denen aktuelle Ratings deutliche Unterschiede zwischen den Tarifen zeigen.
Immer mehr Menschen in Deutschland ergänzen ihren gesetzlichen Krankenversicherungsschutz durch private Zusatzpolicen. Nach Angaben des PKV-Verbandes bestehen inzwischen rund 31 Millionen Krankenzusatzversicherungen – Tendenz weiter steigend.
Besonders häufig entscheiden sich Versicherte für Policen rund um Zahngesundheit, stationäre Zusatzleistungen oder Zuschüsse zu Sehhilfen. Viele wollen damit Leistungen ergänzen, die über den gesetzlichen Leistungskatalog hinausgehen.
„Viele Versicherte möchten ihre medizinische Versorgung individueller gestalten, als es der gesetzliche Leistungskatalog allein ermöglicht“, sagt Tobias Erdmann, Leiter Produktmanagement Krankenversicherung bei der BarmeniaGothaer. „Krankenzusatzversicherungen bieten hier die Möglichkeit, gezielt Leistungen zu ergänzen.“
Zahnzusatz besonders verbreitet
Zu den am häufigsten abgeschlossenen Policen zählen Zahnzusatzversicherungen. Sie können höhere Kosten für Zahnersatz oder moderne Behandlungsmethoden abfedern. Ebenfalls gefragt sind stationäre Zusatzversicherungen, die etwa eine Behandlung durch den Chefarzt oder die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer ermöglichen.
Darüber hinaus gewinnen Leistungen rund um Sehhilfen, Vorsorgeangebote oder alternative Heilmethoden an Bedeutung. Für viele Versicherte geht es dabei nicht nur um finanzielle Entlastung, sondern auch um mehr Wahlmöglichkeiten bei medizinischen Behandlungen.
„Gesundheitsvorsorge bedeutet heute für viele Menschen, sich frühzeitig um eine passgenaue Absicherung zu kümmern“, so Erdmann. „Zusatzversicherungen helfen dabei, den eigenen Gesundheitsschutz individuell auszubauen.“
Ratings zeigen deutliche Unterschiede
Wie groß die Unterschiede zwischen einzelnen Zusatzpolicen sein können, zeigen aktuelle Marktanalysen. Das Analysehaus Franke und Bornberg hat Anfang 2026 mehrere Sparten der Krankenzusatzversicherung untersucht – darunter Zahnzusatz, stationäre Wahlleistungen, Sehhilfen und Naturheilverfahren. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Leistungsumfang und Qualität der Tarife teils deutlich variieren.
So erhielten im Segment Zahnzusatz nur 17 Prozent der untersuchten Tarife die Bestnote. In anderen Bereichen zeigt sich ebenfalls, dass zwischen leistungsstarken und schwächeren Angeboten zum Teil erhebliche Unterschiede bestehen.
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