R+V profitiert vom Vorsorgebedarf: bAV-Neugeschäft wächst zweistellig
Die R+V Versicherung ist mit einem deutlichen Beitragsplus in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Besonders dynamisch entwickelte sich dabei die betriebliche Altersversorgung: Das Neugeschäft legte im ersten Halbjahr um mehr als 20 Prozent zu. Die Zahlen zeigen, dass die Nachfrage nach zusätzlicher Altersvorsorge trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten hoch bleibt.
Fünf Prozent Beitragswachstum, zweistellige Zuwächse in der Krankenversicherung und ein kräftiges Plus in der betrieblichen Altersversorgung: Die R+V setzt ihren Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2026 fort. Besonders die Entwicklung im Vorsorgegeschäft deutet darauf hin, dass Unternehmen und Beschäftigte zusätzliche Absicherung zunehmend als strategisches Thema begreifen.
Wachstum über nahezu alle Versicherungssparten
Die R+V Versicherung hat ihre Beitragseinnahmen in der deutschen Erstversicherung im ersten Halbjahr 2026 um 5,0 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro gesteigert. Nach Angaben des Unternehmens entwickelte sich das Geschäft in nahezu allen Versicherungssparten positiv. Auch innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe legten die Beitragseinnahmen um 5,2 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro zu.
Für das Gesamtjahr zeigt sich der Versicherer optimistisch und erwartet, den ertragsorientierten Wachstumskurs fortsetzen zu können.
Betriebliche Altersversorgung entwickelt sich besonders dynamisch
Besonders deutlich fällt das Wachstum in der Lebens- und Pensionsversicherung auf. Hier erhöhten sich die Beitragseinnahmen insgesamt um 4,7 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Wachstumstreiber war vor allem die betriebliche Altersversorgung, deren Beitragsvolumen um 12,9 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zulegte. Noch stärker entwickelte sich das Neugeschäft. Der Neubeitrag in der betrieblichen Altersversorgung stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,1 Prozent auf 951 Millionen Euro.
Auch die sogenannten Neuen Garantien entwickelten sich positiv. Ihr Beitragsvolumen wuchs um 4,9 Prozent auf 901 Millionen Euro, der entsprechende Neubeitrag legte um 7,0 Prozent auf 746 Millionen Euro zu.
Zwischen den Zahlen: Vorsorge bleibt ein Wachstumsmarkt
Die Zahlen der R+V fügen sich in ein Bild, das sich derzeit an mehreren Stellen im Markt beobachten lässt. Während die gesetzliche Rentenversicherung und die geplante Altersvorsorgereform intensiv diskutiert werden, investieren Unternehmen und Beschäftigte weiterhin in ergänzende Vorsorgelösungen. Gerade die betriebliche Altersversorgung entwickelt sich für viele Versicherer zu einem wichtigen Wachstumstreiber. Bemerkenswert ist dabei vor allem die Dynamik im Neugeschäft. Ein Zuwachs von mehr als 20 Prozent deutet darauf hin, dass nicht allein bestehende Verträge wachsen, sondern zusätzliche Versorgungslösungen abgeschlossen werden.
Auch auf Unternehmensseite gewinnt die betriebliche Altersversorgung weiter an Bedeutung. Erst kürzlich zeigte eine Analyse der DAX-Geschäftsberichte, dass viele Großunternehmen ihre Betriebsrentensysteme trotz hoher Verpflichtungen gezielt stärken und weiter ausfinanzieren.
Kapitalmarkt und Sicherheit bleiben wichtige Argumente
Nach Einschätzung der R+V steigt der Bedarf an betrieblicher und privater Altersvorsorge weiter an. Besonders gefragt seien Produkte, die Renditechancen der Kapitalmärkte mit einem Sicherheitsbaustein verbinden. Damit bestätigt der Versicherer einen Trend, der derzeit den gesamten Vorsorgemarkt prägt: Klassische Garantien spielen weiterhin eine wichtige Rolle, werden jedoch zunehmend mit kapitalmarktorientierten Anlagekonzepten kombiniert. Parallel arbeitet die Politik an einer Reform der privaten Altersvorsorge. Mit Frühstartrente und Altersvorsorgedepot soll der Einstieg in kapitalgedeckte Vorsorge erleichtert werden.
Krankenversicherung wächst zweistellig
Neben dem Vorsorgegeschäft entwickelte sich auch die Krankenversicherung erfreulich. Die Beitragseinnahmen stiegen im ersten Halbjahr um 12,4 Prozent auf 588 Millionen Euro. Wachstum verzeichnete die R+V sowohl in der Vollversicherung als auch bei den Zusatzversicherungen.
Auch die Schaden- und Unfallversicherung legte insgesamt um 4,5 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro zu. In der Kfz-Versicherung stiegen die Beitragseinnahmen ebenfalls um 4,5 Prozent.
R+V im ersten Halbjahr 2026
| Kennzahl | Entwicklung |
|---|---|
| Beitragseinnahmen Erstversicherung | 10,6 Mrd. Euro (+5,0 %) |
| Lebens- und Pensionsversicherung | 4,5 Mrd. Euro (+4,7 %) |
| Betriebliche Altersversorgung (bAV) | 1,4 Mrd. Euro (+12,9 %) |
| bAV-Neugeschäft | 951 Mio. Euro (+20,1 %) |
| Neue Garantien | 901 Mio. Euro (+4,9 %) |
| Krankenversicherung | 588 Mio. Euro (+12,4 %) |
| Schaden-/Unfallversicherung | 5,6 Mrd. Euro (+4,5 %) |
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