Concordia: Krankenversicherung legt zweistellig zu

Veröffentlichung: 29.05.2026, 14:05 Uhr - Lesezeit 6 Minuten

Die Concordia Versicherungen haben 2025 erneut überdurchschnittlich zugelegt. Die Beitragseinnahmen stiegen konzernweit um 8,7 Prozent auf mehr als 1,1 Milliarden Euro und damit stärker als der Gesamtmarkt. Besonders dynamisch entwickelte sich die Krankenversicherung. Gleichzeitig setzt der Versicherer seinen Transformationskurs fort und betont die Bedeutung persönlicher Beratung im Zeitalter von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.

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Vertriebsvorständin Julia PalteVertriebsvorständin Julia PalteConcordia

Die Concordia Versicherungen blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Über alle Gesellschaften und Sparten hinweg stiegen die Beitragseinnahmen um 8,7 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro. Damit wuchs die Unternehmensgruppe stärker als die deutsche Versicherungswirtschaft insgesamt, die für 2025 ein Beitragswachstum von 6,6 Prozent meldete. „Über alle Gesellschaften und Sparten hinweg sind die Beitragseinnahmen um 8,7 Prozent auf 1.132,3 Millionen Euro und damit deutlich über dem Plan gestiegen“, sagte Vorstandschef Dr. Stefan Hanekopf auf der Hauptversammlung in Hannover.

Schaden- und Unfallversicherung knackt Fünf-Milliarden-Marke nicht, wächst aber kräftig

Wachstumstreiber blieb die Schaden- und Unfallversicherung. Die Beitragseinnahmen der Concordia Versicherungs-Gesellschaft a. G. erhöhten sich um 10,1 Prozent auf 833,1 Millionen Euro. Das Wachstum wurde von nahezu allen Sparten getragen. Besonders in der Kraftfahrtversicherung konnte die Concordia ihre Bestände ausbauen. Insgesamt stieg die Zahl der Verträge um 2,7 Prozent.

Auch auf der Schadenseite entwickelte sich das Geschäft positiv. Die Belastungen durch Elementarereignisse lagen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die bilanzielle Schadenquote verbesserte sich auf 60,1 Prozent nach 63,8 Prozent im Jahr 2024. Die Combined Ratio netto sank auf 94,3 Prozent nach 99,8 Prozent im Vorjahr. Das versicherungstechnische Nettoergebnis drehte damit deutlich ins Plus und erreichte 20,5 Millionen Euro.

Krankenversicherung wächst deutlich über Markt

Besonders dynamisch entwickelte sich erneut die Concordia Krankenversicherungs-AG. Die Beitragseinnahmen stiegen um 14,5 Prozent auf 136,6 Millionen Euro. Nach Angaben des Unternehmens lag das Wachstum damit erneut deutlich über dem Marktdurchschnitt der privaten Krankenversicherung. Die Gesellschaft setzt damit ihren Wachstumskurs der vergangenen Jahre fort und profitiert weiterhin von einer anhaltend hohen Nachfrage nach privatem Krankenversicherungsschutz.

Nachhaltige Altersvorsorge seit 30 Jahren

Weniger dynamisch verlief das Geschäft in der Lebensversicherung. Die gebuchten Bruttobeiträge der Concordia oeco Lebensversicherungs-AG gingen leicht um 1,8 Prozent auf 162,3 Millionen Euro zurück. Gleichzeitig verbesserte sich jedoch das Kapitalanlageergebnis auf 41,2 Millionen Euro. Der Kapitalanlagebestand stieg auf 2,53 Milliarden Euro. Für die Gesellschaft steht 2026 ein besonderes Jubiläum an. Seit 30 Jahren bietet die Concordia oeco Lebensversicherungs-AG Altersvorsorgelösungen an, bei denen neben ökonomischen auch ökologische, ethische und soziale Kriterien berücksichtigt werden.

Persönliche Beratung bleibt Kern der Strategie

Mit Blick auf die weitere Entwicklung setzt die Concordia ihren Transformationsprozess fort. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sollen dabei vor allem unterstützende Funktionen übernehmen. „Digitalisierung und Künstliche Intelligenz stellen eine Unterstützung im Alltag unserer Vermittler dar. Der entscheidende Mehrwert der Concordia liegt weiterhin in der persönlichen Beratung“, betont Vertriebsvorständin Julia Palte. „Vertrauen lässt sich nicht durch Künstliche Intelligenz ersetzen.“ Die Aussage greift eine Debatte auf, die die Branche derzeit intensiv beschäftigt. Während Versicherer ihre Prozesse zunehmend digitalisieren und KI-Anwendungen integrieren, bleibt die Frage nach persönlicher Beratung und Vertrauen ein zentrales Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb.

Altersvorsorgereform als Chance

Mit Spannung blickt die Concordia zudem auf die geplante Altersvorsorgereform. Das zum 1. Januar 2027 erwartete Altersvorsorgereformgesetz könnte nach Einschätzung des Unternehmens neue Impulse für die geförderte private Vorsorge setzen. „Die Initiative der Bundesregierung, moderne und attraktive Rahmenbedingungen für die Altersvorsorge zu schaffen, begrüßen wir ausdrücklich“, erklärte Personenversicherungsvorstand Johannes Grale. Die Concordia wolle die Reform zum Anlass nehmen, ihr Vorsorgeangebot weiterzuentwickeln.

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