Continentale knackt 5-Milliarden-Marke: Krankenversicherung und Leben treiben Wachstum
Der Continentale Versicherungsverbund hat 2025 erstmals die Umsatzmarke von fünf Milliarden Euro überschritten. Besonders stark entwickelten sich die Kranken- und Lebensversicherung. Gleichzeitig nutzt die Unternehmensgruppe ihr 100-jähriges Bestehen, um die Bedeutung von Verlässlichkeit und langfristigem Handeln in einem zunehmend volatilen Marktumfeld zu betonen.
Der Continentale Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Wachstum abgeschlossen. Die Beitragseinnahmen im selbst abgeschlossenen Geschäft stiegen um 7,3 Prozent auf 5,10 Milliarden Euro. Damit wuchs die Unternehmensgruppe stärker als der Gesamtmarkt, der nach Verbandsangaben um 6,6 Prozent zulegte. Für den Verbund mit den Marken Continentale, EUROPA und Mannheimer bedeutet dies einen Meilenstein: Erstmals wurde die Marke von fünf Milliarden Euro Beitragseinnahmen überschritten.
Jubiläumsjahr mit Blick auf die Zukunft
Das Wachstum fällt in ein besonderes Jahr. Die Continentale Krankenversicherung a.G., die Muttergesellschaft des Verbundes, feiert 2026 ihr 100-jähriges Bestehen. „Wir sind als ein Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit gegründet worden und dies auch immer geblieben. So tragen wir Verantwortung über Generationen hinweg – für unsere Mitglieder, Vertriebspartner und Mitarbeitenden“, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Schmitz. „Unsere über Jahrzehnte gewachsene Unternehmenskultur mit Werten wie Verlässlichkeit, Verantwortung und Vertrauen bildet das Fundament für den weiteren gemeinsamen Erfolg, gerade in unsicheren Zeiten wie diesen.“ Gerade das Thema Vertrauen gewinnt in der Versicherungsbranche derzeit wieder an Bedeutung. Steigende Komplexität, Digitalisierung und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz stellen viele Anbieter vor die Herausforderung, technologische Innovation mit persönlicher Verlässlichkeit zu verbinden.
Krankenversicherung wächst überdurchschnittlich
Wesentlicher Wachstumstreiber war erneut die Krankenversicherung. Die Beitragseinnahmen der Continentale Krankenversicherung stiegen um 9,2 Prozent auf 2,09 Milliarden Euro. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der versicherten Personen um zwei Prozent auf rund 1,3 Millionen. Auch das Neugeschäft entwickelte sich nach Unternehmensangaben erneut positiv. Besonders dynamisch bleibt dabei die betriebliche Krankenversicherung, die in den vergangenen Jahren zu den wachstumsstärksten Segmenten des Marktes zählte.
Lebensversicherung legt kräftig zu
Auch die Lebensversicherung entwickelte sich deutlich besser als in vielen Marktprognosen erwartet. Die Sparte wuchs insgesamt um 6,5 Prozent auf 1,60 Milliarden Euro Beitragseinnahmen. Maßgeblichen Anteil daran hatte die Continentale Lebensversicherung AG, deren Beitragseinnahmen um 8,6 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro stiegen. Bemerkenswert ist dabei die Struktur des Geschäfts. Während Einmalbeiträge im Markt inzwischen mehr als ein Drittel der Beitragseinnahmen ausmachen, liegt deren Anteil bei der Continentale Lebensversicherung lediglich bei 12,3 Prozent. Das Unternehmen verfolgt damit weiterhin die Strategie, Wachstum vor allem über laufende Beiträge zu erzielen. Schwerpunkte bleiben die Absicherung der Arbeitskraft sowie die Altersvorsorge.
Schaden- und Unfallversicherung verbessert Profitabilität
In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Beitragseinnahmen der drei Gesellschaften Continentale, EUROPA und Mannheimer zusammen um 5,5 Prozent auf 1,40 Milliarden Euro. Besonders erfreulich entwickelte sich die Profitabilität. Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich um fast zehn Prozentpunkte auf 91,6 Prozent. Dazu trugen sowohl Tarifanpassungen in der Kraftfahrtversicherung als auch Sanierungsmaßnahmen in einzelnen Beständen bei. Die Continentale Sachversicherung verzeichnete mit einem Beitragsplus von 9,3 Prozent auf 692 Millionen Euro das stärkste Wachstum innerhalb der Sparte.
Kapitalanlage und Eigenkapital weiter ausgebaut
Die Ertragslage des Konzerns blieb auf hohem Niveau. Aus Kapitalanlagen in Höhe von 28,06 Milliarden Euro erzielte der Verbund ein Kapitalanlageergebnis von 692 Millionen Euro. Das Bruttoergebnis lag bei 637 Millionen Euro und damit leicht über dem Vorjahr. Gleichzeitig erhöhte sich das Eigenkapital um 56 Millionen Euro auf 1,16 Milliarden Euro. Nach Unternehmensangaben fließen 91 Prozent des Rohergebnisses an die Versicherten zurück, unter anderem über Beitragsrückerstattungen.
Vertrieb und Nachhaltigkeit im Fokus
Neben den Geschäftszahlen hebt die Unternehmensgruppe mehrere strategische Entwicklungen hervor. 2025 wurden die Maklervertriebe von Continentale und Mannheimer zusammengeführt. Zudem sollen künftig Synergien im Ausschließlichkeits-Vertrieb stärker genutzt werden. Auch Nachhaltigkeit spielt für den Verbund eine wachsende Rolle. Sichtbares Zeichen dafür ist der neue Continentale Campus in Dortmund, der 2025 die Gold-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) erhielt.
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