Norbert Rollinger bleibt GDV-Präsident

Veröffentlichung: 25.09.2026, 11:09 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Norbert Rollinger geht in seine dritte Amtszeit an der Spitze des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Das GDV-Präsidium bestätigte den R+V-Chef einstimmig für weitere zwei Jahre. Inhaltlich setzt Rollinger auf Altersvorsorge, Elementarschutz und weniger Regulierung.

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Dr. Norbert Rollinger bleibt Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).Dr. Norbert Rollinger bleibt Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).GDV

Dr. Norbert Rollinger bleibt Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Das Verbandspräsidium bestätigte den 62-jährigen Vorstandsvorsitzenden der R+V Versicherung AG im Rahmen der Mitgliederversammlung in Berlin einstimmig für weitere zwei Jahre im Amt. Rollinger steht seit 2022 an der Spitze des Versicherungsverbandes. Mit seiner Wiederwahl beginnt damit seine dritte zweijährige Amtszeit.

Altersvorsorgereform bleibt zentrales Thema

Zu den Schwerpunkten der kommenden Amtszeit zählt Rollinger die Reform der Altersvorsorge. Für die Versicherungswirtschaft sieht er darin neue geschäftliche Möglichkeiten. „Nun kommt es darauf an, attraktive Produkte anzubieten, die sowohl mit persönlicher Beratung als auch auf einfachem digitalem Weg zugänglich sind“, erklärt der GDV-Präsident. Daneben müsse die betriebliche Altersversorgung insbesondere in kleineren Unternehmen stärker verbreitet werden.
Damit bleibt auch die Frage nach dem Verhältnis von persönlicher Beratung und digitalen Abschlusswegen auf der Agenda des Verbandes. Gerade darüber wird derzeit innerhalb der Branche intensiv gestritten.

Elementarschutz und Regulierung auf der Agenda

Beim Schutz vor Naturgefahren erwartet Rollinger im kommenden Jahr konkrete politische Vorschläge. Der GDV setzt dabei auf eine Kombination aus Versicherungsschutz, Prävention und staatlicher Beteiligung bei seltenen Extremereignissen. Ein weiterer Schwerpunkt bleibt die Finanzregulierung. Der Verband fordert zusätzliche Entlastungen und will insbesondere erreichen, dass auf europäischer Ebene vorgesehene Erleichterungen für kleine und mittlere Versicherer vollständig umgesetzt werden.
Neben Rollinger gehören dem GDV-Präsidium weiterhin Spitzenvertreter zahlreicher deutscher Versicherer an. Eine Veränderung steht zum Jahreswechsel an: Prof. Dr. Frank Walthes von der Versicherungskammer Bayern soll ab Januar 2027 Dr. Andreas Eurich nachfolgen, der dem Präsidium noch bis Ende 2026 angehört.

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