VPV macht Guttenbacher zum Chef – und streicht Vorstandsposten
Die VPV Versicherungen regeln ihre Führungsspitze frühzeitig neu. Steffen Guttenbacher soll Anfang 2028 den Vorstandsvorsitz von Klaus Brenner übernehmen. Gleichzeitig verkleinert der Versicherer sein Vorstandsgremium von vier auf drei Mitglieder und verteilt zentrale Ressorts neu.
Die VPV Versicherungen haben die Nachfolge an ihrer Führungsspitze geregelt. Steffen Guttenbacher (52) wird zum 1. Februar 2028 neuer Vorstandsvorsitzender des Stuttgarter Versicherers. Er folgt auf Klaus Brenner, der nach Vollendung seines 63. Lebensjahres zum 31. Januar 2028 in den Ruhestand tritt.
Mit dem Führungswechsel verbindet die VPV eine Neuordnung ihres Vorstands. Das Gremium soll künftig aus drei statt bisher vier Mitgliedern bestehen. Neben Guttenbacher werden Dr. Olaf Schmitz (50) und Dietmar Stumböck (57) weiterhin dem Vorstand angehören. „Dem Aufsichtsrat war es wichtig, frühzeitig die Nachfolge zu regeln. Damit gewährleisten wir eine strukturierte Übergabe der Themen und Verantwortlichkeiten“, erklärt Rolf Büttner, Vorsitzender des VPV-Aufsichtsrats.
Guttenbacher übernimmt auch KI und Datenmanagement
Steffen Guttenbacher gehört dem Vorstand der VPV seit Mai 2021 an. Zuvor war er 2020 als Geschäftsführer der VPV Service GmbH in das Unternehmen eingetreten. Derzeit verantwortet er die Bereiche Komposit, Service und Allgemeine Dienste sowie IT. Insgesamt verfügt Guttenbacher über mehr als 35 Jahre Erfahrung in der Versicherungswirtschaft. Frühere berufliche Stationen führten ihn unter anderem zur Karlsruher Lebensversicherung, zur Württembergischen Versicherung und zur W&W-Gruppe. Als Vorstandsvorsitzender übernimmt er künftig die Zuständigkeiten von Klaus Brenner sowie zusätzlich die Bereiche KI-Koordination und Datenmanagement. Zu seinem Ressort gehören dann unter anderem Finanzen und Steuern, Personal, Risikomanagement, Unternehmensentwicklung und Compliance.
Schmitz übernimmt IT, Stumböck den gesamten Kundenservice
Auch die Verantwortlichkeiten der beiden weiteren Vorstandsmitglieder werden erweitert. Dr. Olaf Schmitz, der Anfang 2023 von der Allianz zur VPV wechselte, verantwortet bisher das Aktuariat, die Produktentwicklung Leben und das Kapitalanlagemanagement. Ab 2028 übernimmt er zusätzlich die entsprechenden Aufgaben in der Kompositversicherung sowie den IT-Bereich mit Anwendungsentwicklung und Rechenzentrum. Dietmar Stumböck, seit Dezember 2020 Vertriebsvorstand der VPV, bleibt für Vertrieb und Marketing verantwortlich. Hinzu kommt der Kundenservice über sämtliche Versicherungssparten hinweg. Dazu zählen unter anderem Antrag, Policierung, Bestandsverwaltung sowie die Schaden- und Leistungsbearbeitung. Stumböck ist seit 16 Jahren für die VPV tätig. Vor seiner Berufung in den Vorstand leitete er die Landesdirektion Süd. Frühere Stationen waren unter anderem die ARAG, die Württembergische Versicherung und die Bayerische.
VPV setzt auf Kontinuität bis 2030
Mit der frühzeitig beschlossenen Nachfolge will die VPV ihren bisherigen strategischen Kurs fortsetzen. Der Aufsichtsrat verweist dabei auf die Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre und die Umsetzung des unternehmensinternen Zielbilds 2030. „Der Aufsichtsrat möchte die Kontinuität in der Geschäftsleitung wahren und mit dem gleichen, erfolgreichen Team weitergehen“, sagt Aufsichtsratsvorsitzender Rolf Büttner. Die Neuordnung verteilt damit wesentliche Aufgaben innerhalb des bestehenden Führungsteams neu. Während Guttenbacher die Gesamtverantwortung und das Thema KI übernimmt, werden Produktentwicklung und IT bei Schmitz sowie Vertrieb und Kundenservice bei Stumböck gebündelt.
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