KI ist Alltag: Mehrheit der Deutschen nutzt Künstliche Intelligenz bereits regelmäßig
Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsthema mehr – das zeigt der aktuelle „KI Monitor 2025“ von HEUTE UND MORGEN. Verbraucher sehen klare Vorteile, aber auch Risiken. Für Unternehmen wächst der Handlungsdruck, digitale KI-Erlebnisse intelligent zu gestalten.
Ob Sprachassistent, Chatbot oder Gesichtserkennung: Anwendungen auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) haben sich fest im Alltag der Menschen etabliert. Laut dem aktuellen „KI Monitor 2025“ des Marktforschungsinstituts HEUTE UND MORGEN haben bereits 70 Prozent der 18- bis 70-Jährigen in Deutschland Erfahrung mit KI gesammelt – jeder Fünfte nutzt entsprechende Technologien sogar regelmäßig.
Vor allem jüngere, männliche und höher gebildete Personen treiben die Nutzung voran. Insgesamt fällt das Urteil über KI überwiegend positiv aus: Nur 13 Prozent der Befragten äußern grundsätzliche Skepsis gegenüber dem technologischen Fortschritt.
Gesellschaftliche Chancen und Risiken
Zu den größten Chancen von KI zählen aus Sicht der Verbraucher der Nutzen für die Wissenschaft (67 Prozent), die Medizin (56 Prozent) und die wirtschaftliche Produktivität (51 Prozent). Auch in Bildung, Mobilität und Kundenservice erwarten insbesondere jüngere Menschen positive Effekte.
Gleichzeitig äußern viele auch Bedenken: 44 Prozent befürchten einen negativen Einfluss auf die Zahl der Arbeitsplätze, 36 Prozent auf die Demokratie. Fake News, neue Betrugsmaschen und mangelnde Transparenz bei der Datennutzung sorgen ebenfalls für Unbehagen. Datenschutz bleibt ein zentrales Thema – die Hälfte der Befragten äußert hier explizite Sorgen.
ChatGPT als Platzhirsch unter den Chatbots
Bei der Bekanntheit von KI-Tools liegt Alexa von Amazon mit 85 Prozent unangefochten an der Spitze – gefolgt von ChatGPT (OpenAI) und Siri (Apple) mit jeweils rund 70 Prozent. In der ungestützten Abfrage dominiert allerdings ChatGPT mit 50 Prozent Nennungen. Viele Verbraucher nehmen Sprachassistenten spontan noch nicht als KI wahr.
Im Bereich der KI-Chatbots führt ChatGPT ebenfalls bei Nutzung und Zufriedenheit – mit großem Abstand vor Google Gemini oder Microsoft Copilot.
Drei Nutzertypen: emotional, professionell, distanziert
Die Studie identifiziert drei Nutzertypen im Umgang mit KI-Chatbots:
- Emotionale Nutzer (20 %) verwenden KI häufig in persönlichen Alltagssituationen, schätzen Chatbots als Ratgeber und bauen eine vertrauensvolle Beziehung auf.
- Professionelle Nutzer (34 %) nutzen Chatbots gezielt zur Effizienzsteigerung im Beruf – kritisch, aber wertschätzend.
- Distanzierte Nutzer (46 %) empfinden KI-Chatbots als fremd und nutzen sie eher selten.
„Die emotionale Bindung an KI-Chatbots und deren Wertschätzung nehmen mit der Häufigkeit ihrer Nutzung deutlich zu“, sagt Robert Quinke, Geschäftsführer von HEUTE UND MORGEN. Chatbots entwickelten sich damit zunehmend zu einem bedeutenden Gegenüber im Alltag.
Altersabhängige Nutzungsmuster
Die Nutzung von KI-Anwendungen ist stark altersabhängig: Während jüngere Menschen (18–35 Jahre) Sprachassistenten, Chatbots und automatische Übersetzer mehrfach wöchentlich verwenden, nutzen Menschen über 55 diese nur ein- bis dreimal pro Monat. Auch die Bereitschaft zur zukünftigen Nutzung ist bei Jüngeren deutlich ausgeprägter.
Relevanz für Unternehmen: Kundenservice muss KI-ready werden
Für Unternehmen ergibt sich aus der Studie ein klarer Handlungsauftrag. KI wird künftig stärker Informationsverhalten, Entscheidungsprozesse und Erwartungshaltungen prägen – insbesondere im Kundenservice. Dienstleister sollten ihre digitale Kundenkommunikation an diese Entwicklung anpassen, um relevant zu bleiben.
Der vollständige „KI Monitor 2025“ mit differenzierten Zielgruppenanalysen und Handlungsempfehlungen kann kostenpflichtig bei HEUTE UND MORGEN bezogen werden.
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