Geldanlage: Sicherheit vor Rendite – aber mit wachsender Risikobereitschaft
Für die meisten Deutschen steht Sicherheit bei der Geldanlage weiterhin an erster Stelle. Das zeigt eine aktuelle repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der BarmeniaGothaer. Während klassische Sparformen dominieren, gewinnt das Interesse an renditestärkeren Alternativen wie Fonds und Aktien langsam an Bedeutung.
Für 49 Prozent der Befragten ist Sicherheit das wichtigste Anlagekriterium, gefolgt von Flexibilität (25 %) und möglichst hoher Rendite (14 %). Zum Vergleich: Vor zehn Jahren war der Anteil renditeorientierter Anleger nur halb so hoch. „Die Kunst der Geldanlage besteht darin, die passende Balance zwischen Sicherheit, Rendite und Liquidität zu finden“, erklärt Christof Kessler, Vorstandssprecher und Leiter Front Office des BarmeniaGothaer Asset Managements.
Klassische Produkte weiterhin vorn – Aktien und Fonds holen auf
Sparkonten und Sparbücher führen mit 41 Prozent weiterhin die Liste der bevorzugten Geldanlagen an. Auf den weiteren Plätzen folgen Tagesgeld (38 %), Fonds (35 %), Immobilien (34 %) und Aktien (29 %). Lebensversicherungen, Bausparverträge und Termingelder bewegen sich im Bereich von 23 bis 26 Prozent. Nur elf Prozent investieren in Edelmetalle, lediglich vier Prozent in Anleihen. Der Anteil derer, die keine Geldanlagen besitzen, ist mit zwölf Prozent auf einem historischen Tiefstand seit Beginn der Studienreihe im Jahr 2012.
Kessler mahnt zur aktiveren Auseinandersetzung mit dem Thema: „Wer ausschließlich auf klassische Anlageformen setzt, verliert langfristig Geld. Viele Menschen schöpfen das Potenzial ihrer Ersparnisse nicht aus – aus Sorge oder Zeitmangel. Hier können qualifizierte Beraterinnen und Berater Orientierung geben.“
Renditechancen ja – aber bitte mit Garantie
Trotz wachsendem Renditeinteresse bevorzugen 75 Prozent der Befragten garantierte Auszahlungen – auch wenn diese mit niedrigeren Renditen verbunden sind. Nur 18 Prozent wären bereit, auf Garantien zu verzichten, wenn höhere Erträge winken. Männer und 30- bis 44-Jährige zeigen sich dabei überdurchschnittlich offen für mehr Risiko (25 bzw. 26 %).
Fondsrente als Brückenlösung für junge Anleger
Jüngere Menschen sind grundsätzlich an langfristigen Geldanlagen interessiert: Ein Drittel der unter 30-Jährigen würde sein Geld über zwölf Jahre oder länger anlegen. „Gerade in jüngeren Jahren lassen sich mit einem langen Anlagehorizont und passenden Produkten wie einer Fondsrente Sicherheit und Rendite gut kombinieren“, so Kessler. Die Beratung bleibe dabei entscheidend, um individuelle Ziele passgenau umzusetzen.
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