Nachhaltige Geldanlage: Jeder Zweite würde für den guten Zweck auf Rendite verzichten

Veröffentlichung: 15.04.2025, 09:04 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Nachhaltigkeit ist bei der Geldanlage längst kein Nischenthema mehr. Eine neue forsa-Studie im Auftrag der BarmeniaGothaer zeigt: Die Hälfte der Deutschen misst nachhaltigem Investieren große Bedeutung bei – auch wenn das weniger Rendite bedeutet. Besonders hoch ist das Interesse bei der GenZ.

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Die Hälfte der Deutschen misst nachhaltigem Investieren große Bedeutung bei – auch wenn das weniger Rendite bedeutet.Die Hälfte der Deutschen misst nachhaltigem Investieren große Bedeutung bei – auch wenn das weniger Rendite bedeutet.Grok

Nachhaltige Investments gewinnen bei Anlegern zunehmend an Bedeutung – nicht nur in der Produktentwicklung von Versicherern, sondern auch aus Sicht der Verbraucher. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der BarmeniaGothaer Asset Management AG durch das Meinungsforschungsinstitut forsa zeigt: 50 Prozent der Bundesbürger halten Nachhaltigkeit bei der Geldanlage für wichtig – 17 Prozent davon sogar für sehr wichtig.

Damit steigt auch die Bereitschaft, mögliche Renditeeinbußen zugunsten eines nachhaltigen Investments in Kauf zu nehmen. Jeder zweite Befragte gab an, auch dann in nachhaltige Geldanlagen zu investieren, wenn diese weniger Ertrag versprechen. Ein Jahr zuvor lag dieser Anteil noch bei 45 Prozent – ein klarer Stimmungswandel in Richtung werteorientiertes Investieren.

Junge Anleger setzen auf Klimaschutz

Besonders ausgeprägt ist das Nachhaltigkeitsinteresse bei der GenZ: 57 Prozent der unter 30-Jährigen halten das Thema bei der Geldanlage für wichtig oder sehr wichtig. Auch die Bereitschaft, zugunsten nachhaltiger Investments auf Ertrag zu verzichten, ist in dieser Altersgruppe mit 58 Prozent überdurchschnittlich hoch. Als zentrale Themen nennen sie vor allem Umwelt- und Klimaschutz – für 45 Prozent der jungen Anleger ist das die wichtigste Facette von Nachhaltigkeit.

Soziale Gerechtigkeit und Umwelt im Fokus

Über alle Altersgruppen hinweg nennen 35 Prozent der Befragten Umwelt- und Klimaschutz sowie ebenfalls 35 Prozent soziale Gerechtigkeit als wichtigsten Aspekt nachhaltiger Geldanlagen. Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung spielt für 25 Prozent eine zentrale Rolle. Christof Kessler, Vorstandssprecher und Leiter Front Office der BarmeniaGothaer Asset Management, sieht hier klare Trends: „Nachhaltigkeit ist für uns ein entscheidender Faktor – wie auch für viele deutsche Anleger. Besonders die Kombination aus nachhaltigen Fondsoptionen und flexiblen Produktlösungen wie bei der Fondsrente bietet individuelle Mehrwerte für Kunden.“

Nachhaltigkeit mit breiter Wirkung

Für Vermittler ergibt sich daraus ein wichtiges Signal: Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Marketing-Thema, sondern längst ein relevanter Verkaufsfaktor – besonders bei jungen Zielgruppen. Wer ESG-konforme Fonds oder Rentenversicherungen mit nachhaltiger Ausrichtung im Portfolio führt, kann gezielt auf diese Nachfrage eingehen. Gleichzeitig sollte die Beratung die verschiedenen Nachhaltigkeitsaspekte individuell gewichten – von sozialer Verantwortung über Umweltengagement bis hin zu Governance-Kriterien.

Zur Studie:
Für die Studie wurden vom 2. bis 7. Januar 2024 rund 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren im Rahmen computergestützter Telefoninterviews befragt. Die Auswahl der Befragten erfolgte systematisch und nach repräsentativen Standards.

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