DEVK setzt auf Wassersensoren: Schadenprävention wird zum Kundenservice

Veröffentlichung: 25.08.2026, 12:08 Uhr - Lesezeit 5 Minuten

Die DEVK bindet über die Plattform onpier einen smarten Wassersensor in ihr Serviceangebot ein. Leckagen sollen dadurch erkannt werden, bevor sich aus ihnen teure Leitungswasserschäden entwickeln. Doch der Versicherer verfolgt mit der Technik noch ein weiteres Ziel.

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Smarte Wassersensoren sollen Leckagen erkennen, bevor größere Leitungswasserschäden entstehen. Die DEVK bindet die Technik über onpier in ihr Serviceangebot ein und setzt damit stärker auf digitale Schadenprävention.Smarte Wassersensoren sollen Leckagen erkennen, bevor größere Leitungswasserschäden entstehen. Die DEVK bindet die Technik über onpier in ihr Serviceangebot ein und setzt damit stärker auf digitale Schadenprävention.Redaktion experten.de / KI-generiert

Die DEVK Versicherungen erweitern ihr digitales Serviceangebot um einen Wassersensor zur Früherkennung von Leckagen. Bereitgestellt wird die Lösung über die Plattform des InsurTechs onpier. Technischer Partner ist das schwedische Unternehmen Quandify. Mit dem neuen Angebot reagiert die DEVK auf eines der größten Schadenfelder der Wohngebäudeversicherung. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft entfällt im langjährigen Durchschnitt knapp die Hälfte des gesamten Schadenaufwands in der Wohngebäudeversicherung auf Leitungswasserschäden.

Anders als bei plötzlich eintretenden Großschäden entwickeln sich viele Wasserschäden zunächst unbemerkt. Je später eine undichte Leitung oder ein Leck erkannt wird, desto größer können die Schäden an Wänden, Böden und Inventar ausfallen. Genau an diesem Punkt soll der neue Service ansetzen.

Sensor soll Leckagen frühzeitig erkennen

Der über onpier angebotene Wassersensor soll sich ohne Eingriff in das Leitungssystem installieren lassen. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen kann die Technik Leckagen frühzeitig erkennen und dadurch bis zu 70 Prozent der möglichen Schadenkosten vermeiden. Die vollständige Abwicklung übernimmt onpier gemeinsam mit Quandify. Dazu gehören nach Unternehmensangaben die technische Prüfung des Angebots, die Bereitstellung der Sensoren und die erforderliche Datenanbindung.

„Gemeinsam mit onpier können unsere Kundinnen und Kunden smarte Serviceleistungen zum Schutz ihres Wohngebäudes nutzen. Der Wassersensor zeigt, wie digitale Ökosysteme echten Kundennutzen schaffen – durch mehr Prävention, weniger Schäden und spürbare Nähe zum Kunden“, erklärt Alexander Erpenbach, Leiter der Hauptabteilung Sach/HUK-Betrieb der DEVK Versicherungen.

Prävention soll sich auch für Versicherte auszahlen

Für die DEVK geht es nicht allein um die Begrenzung von Schadenkosten. Über die Plattform entstehen zusätzliche digitale Kontaktpunkte zu den Versicherten. Diese können künftig genutzt werden, um weitere Services anzubieten und präventives Verhalten mit Kundenboni zu belohnen. Nach Angaben der DEVK können Versicherte dadurch perspektivisch auch von Prämienersparnissen profitieren. Ob und unter welchen Voraussetzungen sich der Einsatz des Sensors auf den Versicherungsbeitrag auswirkt, hängt allerdings von der konkreten Ausgestaltung des Angebots ab. Damit verschiebt sich die Rolle des Versicherers ein Stück weit: Die Leistung beginnt nicht erst mit der Regulierung eines eingetretenen Schadens. Digitale Technik soll bereits vorher helfen, Schäden zu verhindern oder zumindest ihr Ausmaß zu begrenzen.

onpier baut Plattformangebot aus

Für onpier ist die Kooperation zugleich ein weiterer Ausbau seiner Plattform für versicherungsnahe Dienstleistungen. Das Unternehmen verbindet Versicherer mit externen Serviceanbietern und übernimmt dabei unter anderem die technische Integration. „Von Anfang an hat die DEVK die Entwicklung und Umsetzung unseres neuen Mehrwertservice Wassersensor mitgestaltet – genau so entstehen Lösungen mit echtem Kundennutzen“, sagt Ewa Rezmer, CEO der onpier GmbH.

Für Wohngebäudeversicherer gewinnen solche Präventionsangebote angesichts hoher Schadenaufwendungen an Bedeutung. Sensoren können das versicherte Risiko zwar nicht beseitigen. Werden Leckagen jedoch früher erkannt, lässt sich möglicherweise verhindern, dass aus einer kleinen Undichtigkeit ein umfangreicher Gebäudeschaden entsteht.

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