Die Bayerische startet Rückstau-Check
Nach den schweren Starkregenereignissen 2024 setzt die Bayerische auf Prävention statt reiner Schadensregulierung. Gemeinsam mit dem Entwässerungsspezialisten KESSEL bietet der Versicherer ab sofort einen professionellen Rückstau-Check zu Sonderkonditionen für Kundinnen und Kunden in Bayern an. Ziel ist es, vermeidbare Schäden frühzeitig zu erkennen und damit die Zahl der Überschwemmungsschäden deutlich zu senken.
2,6 Milliarden Euro Unwetterschäden im Jahr 2024
Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verursachten Starkregen und Überschwemmungen im Jahr 2024 Schäden in Höhe von 2,6 Milliarden Euro. Besonders betroffen war Süddeutschland. Rückstauereignisse zählen dabei zu den häufigsten Schadensursachen – und sind technisch oft vermeidbar.
„Wir wollen nicht nur Schäden bezahlen, sondern sie verhindern. Rückstau ist ein klassischer vermeidbarer Schaden, wenn die Technik stimmt“, erklärt Martin Gräfer, Vorstand der Bayerischen.
Rückstau-Check für 150 Euro – mit voller Anrechnung bei Umsetzung
Der neue Rückstau-Check kostet 150 Euro inklusive Mehrwertsteuer und beinhaltet eine Vor-Ort-Begehung durch zertifizierte KESSEL-Partner, eine individuelle Gefährdungsanalyse sowie ein konkretes Angebot für eine technische Rückstausicherung. Wird die empfohlene Sicherung beauftragt, wird der Betrag vollständig angerechnet – die Beratung ist somit für Versicherte kostenfrei. Zusätzlich ist die erste Wartung kostenlos, wenn ein zweijähriger Wartungsvertrag abgeschlossen wird.
„Wir sehen täglich dieselben Schwachstellen. Der Check macht sie sichtbar, und der Kunde bekommt sofort ein Lösungspaket. Das Projekt zeigt, wie sich Versicherer und Hersteller von Rückstaulösungen sinnvoll ergänzen“, erläutert Andreas Molitor, Leiter Kundenentwicklung bei KESSEL.
Ergänzung zum bestehenden Elementarschutz
Der Rückstau-Check ergänzt die bereits bestehende Elementarschadenabsicherung in den Wohngebäudeversicherungen der Bayerischen. In Produkten wie der „Meine-eine-Police“ oder dem Einfamilienhauskonzept sind Überschwemmungen durch Rückstau bereits eingeschlossen. In der SecurFlex Police kann dieser Schutz über den Naturgefahren-Baustein zusätzlich integriert werden.
Kundinnen und Kunden in Bayern können den Check über einen QR-Code anfordern, der direkt zu einem Kontaktformular und zur Terminvereinbarung mit einem KESSEL-Partner führt.
Pilotprojekt mit Signalwirkung
Mit dem Angebot setzt die Bayerische ein Zeichen für eine aktive Risikoprävention und verweist auf die Grenzen einer möglichen Pflichtversicherung gegen Elementarschäden.
„Eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden löst das Problem nicht. Wir brauchen Lösungen, die Eigenvorsorge stärken und Risiken tatsächlich verringern. Unser Pilotprojekt zeigt, wie das gelingen kann“, so Gräfer.
Die Initiative steht damit exemplarisch für einen Ansatz, der Eigenverantwortung, Prävention und Technik verbindet – und könnte, je nach Erfolg in Bayern, auf weitere Regionen ausgeweitet werden.
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