AfW sieht Vermittlerbranche bei KI und Altersvorsorge vor gemeinsamen Herausforderungen

Veröffentlichung: 26.06.2026, 15:06 Uhr - Lesezeit 5 Minuten

Künstliche Intelligenz, Altersvorsorge-Reform, Beratungsvergütung und die Zukunft der persönlichen Beratung: Beim Jubiläum des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung standen weniger Rückblicke als die Herausforderungen der kommenden Jahre im Mittelpunkt. Dabei wurde deutlich, dass die Branche in zentralen Fragen trotz unterschiedlicher Interessen stärker zusammenarbeiten will.

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v.l.n.r:: Franziska Geusen, Norman Wirth und Frank Rottenbacher vom AfWv.l.n.r:: Franziska Geusen, Norman Wirth und Frank Rottenbacher vom AfW2026 AfW / WAEIS_Film

Der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung hat sein 34-jähriges Bestehen genutzt, um den Blick auf die Zukunft der unabhängigen Vermittlerschaft zu richten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Berlin standen aktuelle Herausforderungen für den Berufsstand – von Künstlicher Intelligenz über die Reform der Altersvorsorge bis hin zur Weiterentwicklung der persönlichen Beratung.

KI verändert die Beratung

Einen Schwerpunkt bildete die Digitalisierung der Vermittlerbetriebe. Cyberexperte Nikolaus Stapels zeigte praxisnah, wie sich Makler gegen zunehmende Cyberrisiken schützen können. Anschließend beleuchtete Dr. Robin Kiera die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Kundenkommunikation und Vermittlergeschäft. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie unabhängige Vermittler auch in einer zunehmend digitalen Beratungswelt sichtbar und relevant bleiben können.

Persönliche Beratung bleibt wichtig

Im Panel „Beratung heute – Beratung morgen“ diskutierten Vertreter aus Beratung und Praxis über die Erwartungen jüngerer Kundengenerationen sowie neue Kommunikationsformen. „Die Diskussion hat gezeigt, wie viel Zukunft in unserem Berufsstand steckt. Junge Menschen erwarten Verständlichkeit, Sichtbarkeit und echte Begleitung. Genau hier liegen die Stärken unabhängiger Vermittlerinnen und Vermittler“, sagte AfW-Vorständin Franziska Geusen. Nach Einschätzung des Verbandes wird persönliche Beratung auch künftig ein wichtiger Wettbewerbsfaktor bleiben. Gleichzeitig müssten Vermittler digitale Angebote und neue Kommunikationswege stärker in ihre Arbeitsweise integrieren.

Verbände suchen gemeinsame Positionen

Auch im Panel „Branche im Dialog“ standen Zukunftsfragen im Mittelpunkt. Vertreter des AfW, des VOTUM Verbandes, des Bundesverbandes Deutscher Vermögensberater (BDV), des Bundesverbandes Deutscher Versicherungsmakler (BDVM) sowie des BVI diskutierten über die Reform der Altersvorsorge, Beratungsvergütung, Künstliche Intelligenz und die Zusammenarbeit der Verbände. Dabei wurde deutlich, dass die Positionen nicht in allen Punkten übereinstimmen. Bei grundlegenden Herausforderungen wie der Weiterentwicklung der Altersvorsorge oder der Zukunft der unabhängigen Beratung sehen die beteiligten Verbände jedoch gemeinsame Interessen.

Neue Kampagne soll Vermittler sichtbarer machen

Im Rahmen der Veranstaltung stellte der AfW zudem die Community-Kampagne „#DIE34ER – STATEMENTS“ vor. In den kommenden Monaten sollen persönliche Video-Statements und Porträts von Vermittlerinnen und Vermittlern veröffentlicht werden, um den Berufsstand stärker sichtbar zu machen. AfW-Vorstand Frank Rottenbacher betonte: „Der AfW ist aus der Überzeugung entstanden, dass unabhängige Vermittlerinnen und Vermittler eine starke gemeinsame Stimme brauchen. Mit unserer neuen Kampagne STATEMENTS geben wir dieser Stimme noch mehr Sichtbarkeit – authentisch, persönlich und direkt aus der Branche heraus.“

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