KRAVAG wächst trotz schwieriger Rahmenbedingungen
Steigende Energiekosten, geopolitische Spannungen und ein schwieriges Marktumfeld belasten die Transport- und Logistikbranche. Dennoch hat die KRAVAG ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Der Spezialversicherer steigerte sowohl 2025 als auch in den ersten Monaten des laufenden Jahres seine Beitragseinnahmen und verbesserte in wichtigen Bereichen die Schaden-Kosten-Quote.
Die KRAVAG-Gesellschaften blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück und setzen ihren Wachstumskurs auch 2026 fort. Wie das Unternehmen im Rahmen seiner Delegiertenversammlung mitteilte, stiegen die Beitragseinnahmen in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres um 3,8 Prozent. Bereits im Geschäftsjahr 2025 hatten die gebuchten Bruttobeiträge um 9,2 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro zugelegt.
Anspruchsvolles Umfeld für Transport und Logistik
Nach Einschätzung des Unternehmens operiert die Transport- und Logistikbranche derzeit unter besonders schwierigen Rahmenbedingungen. Als Belastungsfaktoren nennt die KRAVAG unter anderem geopolitische Konflikte, Handelszölle, steigende Energiekosten sowie den technologischen Wandel. „Die Branche operiert in einem äußerst anspruchsvollen Umfeld. Das spüren wir in unserem täglichen Geschäft“, sagt Nils Reich, Vorstandsvorsitzender der KRAVAG-Gesellschaften. Vor diesem Hintergrund freue er sich umso mehr über den positiven Geschäftsverlauf.
Wachstum in beiden Gesellschaften
Bei der KRAVAG-LOGISTIC erhöhten sich die gebuchten Bruttobeiträge in den ersten fünf Monaten 2026 auf 614 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Wachstum von 4,8 Prozent. Auch die KRAVAG-ALLGEMEINE legte zu. Die Beitragseinnahmen stiegen zwischen Januar und Mai um 19 Millionen Euro beziehungsweise 2,9 Prozent.
Verbesserte Combined Ratio trotz steigender Schadenkosten
Im Geschäftsjahr 2025 musste die KRAVAG-LOGISTIC erneut höhere Schadenaufwendungen verkraften. Ursache waren nach Unternehmensangaben vor allem gestiegene Ersatzteil- und Reparaturkosten. Dennoch verbesserte sich die Combined Ratio von 96,8 auf 94,9 Prozent. Das Unternehmen erzielte einen Jahresüberschuss von 28,5 Millionen Euro. Auch die KRAVAG-ALLGEMEINE entwickelte sich positiv. Das Beitragsvolumen wuchs um 13,3 Prozent auf 836,2 Millionen Euro. Gleichzeitig gingen die Schadenaufwendungen leicht zurück. Die Combined Ratio verbesserte sich auf 90,5 Prozent. Der Jahresüberschuss lag bei 9,9 Millionen Euro.
Branchennähe als Wettbewerbsfaktor
Für die positive Entwicklung verweist die KRAVAG auch auf ihre enge Verbindung zur Transport- und Logistikbranche. „Die KRAVAG ist nicht irgendein Versicherer, der von außen draufschaut. Wir sind Teil der Transport- und Logistikbranche“, sagt Reich. Nach Unternehmensangaben ist nahezu jede zweite Sattelzugmaschine im deutschen Güterverkehr bei der KRAVAG versichert.
Neben der wirtschaftlichen Entwicklung stellte das Unternehmen auf der Delegiertenversammlung auch aktuelle Herausforderungen wie den zunehmenden Betrug durch sogenannte Phantomfrachtführer sowie neue Anforderungen beim Schadenmanagement von Elektro-Lkw in den Mittelpunkt.
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