Provinzial steigert Beiträge auf 7,5 Milliarden Euro
Der Provinzial Konzern hat das Geschäftsjahr 2025 mit steigenden Beitragseinnahmen und einem deutlich höheren Jahresüberschuss abgeschlossen. Besonders das Schaden- und Unfallgeschäft entwickelte sich stabil. Gleichzeitig setzt der Versicherer seinen Transformationsprozess weiter fort.
Der Provinzial Konzern hat im Geschäftsjahr 2025 seine Beitragseinnahmen weiter gesteigert und zugleich den Konzerngewinn deutlich erhöht. Wie das Unternehmen mitteilte, stiegen die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen konzernweit um 6,4 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Damit behauptete sich die Provinzial in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld.
Besonders stark entwickelte sich erneut das Schaden- und Unfallgeschäft. Im selbst abgeschlossenen Geschäft überschritten die gebuchten Bruttobeiträge erstmals die Marke von fünf Milliarden Euro. Insgesamt wuchs die Provinzial in diesem Segment um 7,6 Prozent und damit auf Marktniveau.
Schaden- und Unfallgeschäft bleibt zentrale Ertragssäule
Trotz eines moderaten Anstiegs der Bruttoschadenaufwendungen konnte der Konzern sein versicherungstechnisches Bruttoergebnis gegenüber dem bereits starken Vorjahr weiter verbessern. Belastend wirkten sich allerdings höhere Abgaben an Rückversicherer sowie substanzstärkende Zuführungen zu den Schwankungsrückstellungen aus. Dadurch fiel das versicherungstechnische Nettoergebnis im Schaden- und Unfallgeschäft negativ aus. Die Combined Ratio blieb nach Angaben des Unternehmens dennoch weiterhin besser als im Markt. Gerade vor dem Hintergrund hoher Schadeninflation, steigender Reparaturkosten und zunehmender Naturgefahren gilt dies in der Branche als wichtiger Stabilitätsindikator.
Lebensversicherung mit Impulsen aus fondsgebundenen Produkten
Auch im Lebensversicherungsgeschäft verzeichnete die Provinzial ein positives Neugeschäft. Besonders gefragt waren nach Unternehmensangaben fondsgebundene Lebensversicherungen sowie Berufsunfähigkeitsversicherungen. Die Entwicklung passt zu einem breiteren Markttrend, bei dem klassische Garantieprodukte zunehmend durch kapitalmarktorientierte Vorsorgelösungen ergänzt werden. Unterstützt wurde das Konzernergebnis zudem durch ein leicht verbessertes Kapitalanlageergebnis. Insgesamt erreichte der Konzernjahresüberschuss nach Steuern 256 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte dieser noch bei 165 Millionen Euro gelegen.
Transformationsprozess läuft weiter
Neben den Geschäftszahlen verweist die Provinzial auch auf ihren laufenden Transformationsprozess. Dieser sei erfolgreich auf den Weg gebracht worden. Die Branche steht derzeit unter erheblichem Veränderungsdruck. Digitalisierung, steigende regulatorische Anforderungen, höhere Schadenbelastungen und veränderte Kundenanforderungen zwingen viele Versicherer dazu, Prozesse, Produkte und IT-Strukturen grundlegend zu modernisieren.
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