Altersvorsorge – die fünf größten Hindernisse
Inflation, Wirtschaftslage, Unsicherheit: Deutsche Privatanleger sehen zahlreiche Hindernisse beim Sparen für die Rente. Fidelity hat ermittelt, welche fünf Faktoren aktuell am stärksten bremsen.
Während viele Deutsche das Ziel haben, mehr für das Alter zurückzulegen, stehen dem gleich mehrere Hürden im Weg. Das Fidelity International Anlegerbarometer zeigt, welche Hindernisse Privatanleger derzeit am stärksten wahrnehmen.
An erster Stelle steht die Inflation. 46 Prozent der Befragten nennen sie als das größte Problem für den Vermögensaufbau. Steigende Preise für Konsumgüter, Energie und Dienstleistungen lassen den Spielraum für Rücklagen schrumpfen.
Auf Platz zwei folgt die allgemeine wirtschaftliche Lage. 37 Prozent der Befragten sehen darin ein wesentliches Hindernis für die Altersvorsorge. Unsicherheiten über Konjunktur, Arbeitsplätze und geopolitische Entwicklungen erschweren es vielen, langfristig zu planen.
Weitere Bremsfaktoren sind fehlendes Einkommen, unerwartete Ausgaben und ein geringes Vertrauen in Finanzmärkte oder Produkte. Zusammengenommen machen diese Faktoren deutlich: Wer sparen möchte, muss sich mit zahlreichen Risiken auseinandersetzen, die über das individuelle Budget hinausgehen. Trotz dieser Schwierigkeiten ist der Wille zur Vorsorge jedoch klar erkennbar. Ein großer Teil der Bevölkerung sieht die Notwendigkeit, zusätzliche finanzielle Rücklagen für den Ruhestand zu schaffen – auch wenn äußere Umstände es erschweren. Jan Schepanek, Leiter Institutionelles Geschäft und Wholesale Deutschland bei Fidelity International, betont: „Gerade in Zeiten hoher Unsicherheit ist es wichtig, die eigene Vorsorge nicht aufzuschieben. Wer frühzeitig beginnt, kann Schwankungen ausgleichen und langfristig profitieren.“
Das Anlegerbarometer verdeutlicht damit, dass die finanzielle Eigenverantwortung steigt – und dass viele Deutsche bereit sind, ihre Vorsorge trotz widriger Umstände auszubauen.
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