Altersvorsorge: Deutsche wollen mehr sparen
Mehr als die Hälfte der deutschen Privatanleger will künftig höhere Summen in die Altersvorsorge investieren. Die Fidelity-Umfrage zeigt, wie stark die Eigenverantwortung wächst – und warum die gesetzliche Rente allein nicht reicht.
Die Bereitschaft der Deutschen, mehr für den Ruhestand zurückzulegen, ist gestiegen. Laut dem aktuellen Fidelity International Anlegerbarometer geben 53 Prozent der Befragten an, künftig einen größeren Anteil ihres Einkommens in die Altersvorsorge investieren zu wollen. Damit steht dieses Ziel an der Spitze der finanziellen Prioritäten deutscher Privatanleger.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass die gesetzliche Rente für viele nicht mehr ausreichen wird, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Zum anderen wächst das Bewusstsein, dass Eigeninitiative nötig ist, um im Alter abgesichert zu sein. Die Umfrage verdeutlicht damit auch den gesellschaftlichen Trend: Altersvorsorge wird zunehmend als persönliche Verantwortung wahrgenommen.
Ein zentrales Ergebnis des Barometers: Rund 76 Prozent der Befragten entscheiden eigenständig, wie sie ihr Geld anlegen. Nur eine Minderheit verlässt sich auf Beratung durch Banken oder Vermittler. Damit unterstreicht die Untersuchung die hohe Bedeutung von Selbstbestimmung und Eigenverantwortung bei finanziellen Entscheidungen.
„Altersvorsorge ist längst mehr als eine Frage der finanziellen Planung – sie ist Ausdruck von Selbstbestimmung. Wer aktiv vorsorgt, sorgt nicht nur für das Alter vor, sondern verschafft sich auch heute Sicherheit und Gestaltungsfreiheit“, sagt Jan Schepanek, Sprecher der Geschäftsführung der FFB, der Investmentplattform von Fidelity International.
Das Anlageverhalten selbst ist dabei breit gestreut: Neben klassischen Sparformen spielen Wertpapiere eine wachsende Rolle. Immer mehr Deutsche erkennen, dass langfristige Investitionen in Fonds oder Aktienchancen eröffnen können, die über die traditionelle Altersvorsorge hinausgehen. Gleichzeitig bleibt die Herausforderung, diese Möglichkeiten auch breiteren Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen.
Über die Umfrage
Die „Fidelity European Investor Sentiment Survey“ wurde vom Marktforschungsinstitut Opinium im Auftrag von Fidelity International zwischen dem 22. Mai und 9. Juni 2025 durchgeführt. Dazu wurden je 1.000 Privatanleger ab 18 Jahren in Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden und Spanien befragt; in der Schweiz wurden 500 Anleger befragt.
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