6 Tipps für die Altersvorsorge mit fondsgebundenen Rentenversicherungen
Flexibel, renditeorientiert und langfristig tragfähig – so sollte private Altersvorsorge heute aussehen. Andreas Runkler, Bereichsleiter Produktentwicklung Leben bei der Zurich Versicherung, erklärt, worauf es beim Vermögensaufbau mit fondsgebundenen Rentenversicherungen ankommt – und gibt sechs praxisnahe Tipps, wie Anleger ihre Altersvorsorge strategisch gestalten können.
Die demografische Entwicklung stellt die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland vor massive Herausforderungen: Während die Lebenserwartung steigt, sinkt die Geburtenrate kontinuierlich. In der Folge geraten Umlagesysteme zunehmend unter Druck. Forderungen nach einem späteren Renteneintritt oder gekürzten Rentenansprüchen nehmen zu – und damit auch die Notwendigkeit, zusätzlich privat vorzusorgen.
Insbesondere kapitalmarktbasierte Vorsorgelösungen rücken dabei immer stärker in den Fokus. Fondsgebundene Rentenversicherungen bieten Anlegern nicht nur Zugang zu globalen Kapitalmärkten, sondern auch flexible Gestaltungsmöglichkeiten über den gesamten Anlagezeitraum hinweg. Worauf es beim Vermögensaufbau mit Fondspolicen ankommt, fasst Zurich-Produktentwickler Andreas Runkler in sechs praxisnahen Tipps zusammen:
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1. Anlageziele und Risikobereitschaft definieren
Die strategische Ausrichtung der Altersvorsorge hängt entscheidend von der eigenen Risikoneigung ab. Wer langfristig investiert, kann tendenziell höhere Schwankungen in Kauf nehmen – muss aber vorab klar definieren, welches Ziel er verfolgt: Werthaltigkeit, Rendite oder Sicherheit? Die Antwort darauf bildet das Fundament der Anlageentscheidung. -
2. Die Vielfalt der Fondsangebote nutzen
Fondsgebundene Versicherungen bieten Zugang zu einer breiten Auswahl an Investmentfonds. Neben aktiven Fondsstrategien stehen auch passive ETFs zur Verfügung. Viele Anbieter ermöglichen eine individuelle Fondsauswahl oder bieten gemanagte Depotmodelle an, die Auswahl und Rebalancing automatisiert übernehmen. Auch nachhaltige Anlageoptionen – etwa mit ESG- oder Klimafokus – sind zunehmend Bestandteil der Fondsauswahl. -
3. Auf breite Risikostreuung achten
Diversifikation ist ein zentrales Prinzip jeder langfristigen Kapitalanlage. Eine gute Mischung aus verschiedenen Regionen, Branchen und Anlageklassen kann helfen, Marktrisiken abzufedern und langfristige Ertragschancen zu erhöhen. Fondspolicen bieten dabei die nötige Struktur, um breit gestreute Portfolios zu realisieren. -
4. Kapitalvermögen rechtzeitig sichern
Gerade gegen Ende der Ansparphase können Kursschwankungen das Ergebnis schmälern. Versicherer bieten hierfür Sicherungsmechanismen an, mit denen das Kapital frühzeitig in defensivere Anlagen umgeschichtet werden kann. Bei Zurich geschieht dies zum Beispiel über ein gebührenfreies Ablaufmanagement mit monatlichen Umschichtungen ab zehn Jahre vor Rentenbeginn. -
5. Flexibilität beim Auszahlungstermin nutzen
Ein fixer Auszahlungszeitpunkt ist bei vielen fondsgebundenen Versicherungen nicht vorgeschrieben. Das angesparte Kapital kann an die individuelle Lebenssituation angepasst genutzt werden – etwa als Einmalzahlung, Rente oder in Kombination. Auch ein Aufschub der Auszahlung oder eine Weiterführung der Ansparphase sind möglich – oft bis zum Alter von 85 Jahren. -
6. Die Strategie konsequent durchhalten
Langfristige Kapitalanlagen brauchen Geduld. Wer auf globale Aktienmärkte setzt, muss zwischenzeitliche Verluste aushalten können – wird aber häufig durch einen längeren Anlagehorizont belohnt. Entscheidend ist die konsequente Umsetzung der gewählten Strategie und der Verzicht auf hektische Umschichtungen in Krisenzeiten.
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