R+V holt Deniz Aytekin – und zeigt erstmals ihr AltersvorsorgeDepot

Veröffentlichung: 23.10.2026, 12:10 Uhr - Lesezeit 6 Minuten

Die R+V Versicherung verpflichtet den früheren Bundesliga-Schiedsrichter Deniz Aytekin als Werbegesicht für ihre neue geförderte Altersvorsorge. Gleichzeitig stellt der Versicherer drei Produktvarianten vor, die ab Januar 2027 erhältlich sein sollen. Neben zwei ETF-Depots ohne Beitragsgarantie ist auch eine Lösung mit 80-prozentiger Garantie geplant.

(PDF)
Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Deniz Aytekin wird das neue Werbegesicht der R+V Versicherung.Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Deniz Aytekin wird das neue Werbegesicht der R+V Versicherung.Jamie Lee Arnold

Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Deniz Aytekin wird das neue Werbegesicht der R+V Versicherung. Der 48-Jährige, der seine Schiedsrichterkarriere im Mai 2026 beendete, soll ab Januar 2027 für das R+V-AltersvorsorgeDepot werben. Vorgesehen sind Auftritte in Werbespots, sozialen Medien und bei Veranstaltungen des genossenschaftlichen Versicherers.
Aytekin wurde mehrfach als DFB-Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet und ist inzwischen unter anderem als Unternehmer und Referent tätig. Die R+V will seine Bekanntheit nutzen, um für die neue staatlich geförderte private Altersvorsorge zu werben. „Als Schiedsrichter muss ich auch in komplexen Situationen Orientierung geben, Verantwortung übernehmen und klare Entscheidungen treffen. Bei der Altersvorsorge ist es ähnlich: Entscheidend ist, sich rechtzeitig mit der eigenen Zukunft auseinanderzusetzen“, erklärt Aytekin. Jens Hasselbächer, Vorstand Kunden und Vertrieb der R+V, sieht in dem ehemaligen Schiedsrichter einen passenden Botschafter für das neue Vorsorgeangebot. Die R+V wolle Menschen dabei unterstützen, Entscheidungen für ihre Altersvorsorge zu treffen.

Drei Produktvarianten zum Start im Januar 2027

Parallel zur Bekanntgabe der Kooperation konkretisiert die R+V ihr Angebot für die neue geförderte private Altersvorsorge. Zum geplanten Produktstart am 1. Januar 2027 sollen drei Varianten verfügbar sein:

  • R+V-AltersvorsorgeDepot individuell: Anleger können aus aktiven und passiven ETFs wählen. Eine Beitragsgarantie gibt es nicht.
  • R+V-AltersvorsorgeDepot standard: Die Beiträge werden in zwei ETFs investiert. Auch diese Variante verzichtet auf eine Beitragsgarantie.
  • R+V-Altersvorsorge Garantie 80: Zum Beginn der Auszahlphase stehen garantiert mindestens 80 Prozent der eingezahlten Beiträge und Zulagen zur Verfügung. Das Produkt kombiniert Anlagen im klassischen R+V-Deckungsstock mit aktiven und passiven ETFs.

Damit positioniert sich die R+V sowohl im garantiefreien Depotsegment als auch bei Vorsorgelösungen mit begrenzter Kapitalabsicherung.

Elf ETFs stehen zur Auswahl

Für die individuelle Depotvariante nennt die R+V insgesamt elf ETFs. Drei davon werden aktiv verwaltet und stammen von Quoniam, einer Tochtergesellschaft von Union Investment. Acht passive ETFs kommen von der DZ BANK und weiteren Anbietern.
Das Anlageuniversum umfasst unter anderem Aktienmärkte in Europa, Deutschland, Schwellenländern und weltweit. Hinzu kommen ETFs auf Staats- und Unternehmensanleihen, Rohstoffe und den Geldmarkt. Bei der Standardvariante beschränkt sich die Anlage auf zwei ETFs. Welche konkreten Fonds dort eingesetzt und wie sie gewichtet werden, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Auch zu den Kosten der drei Produkte macht die R+V bislang keine konkreten Angaben. Damit bleibt ein wesentlicher Faktor für den späteren Produktvergleich noch offen.

Online-Abschluss und Beratung über Genossenschaftsbanken

Alle drei Produkte sollen zum Marktstart online beantragt werden können. Daneben setzt die R+V auf den persönlichen Vertrieb über die Genossenschaftsbanken und die eigenen Generalagenturen. „Wir verbinden deshalb eine moderne, einfache Online-Strecke mit der persönlichen Kompetenz unserer Beraterinnen und Berater vor Ort in den Genossenschaftsbanken und Generalagenturen“, erklärt Claudia Andersch, Vorstandsvorsitzende der R+V Lebensversicherung AG.
Die neuen Produkte sollen die staatlich geförderte private Altersvorsorge ergänzen beziehungsweise die bisherige Riester-Förderung für Neuabschlüsse ablösen. Anders als bei der klassischen Riester-Rente sind bei den neuen Depotvarianten keine vollständigen Beitragsgarantien mehr vorgeschrieben.
Nach den von der R+V dargestellten Förderregeln sind künftig bis zu 540 Euro Grundzulage jährlich und bis zu 300 Euro je Kind möglich. Für die Förderung ist ein jährlicher Eigenbeitrag von mindestens 120 Euro vorgesehen.

(PDF)

LESEN SIE AUCH

Markus Knapp ist Mitglied des Vorstandes der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) und zuständig für die Bereiche Versicherungen, Zentrale Vertriebsentwicklung sowie die Fach- und Vertriebsausbildung.Markus Knapp ist Mitglied des Vorstandes der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) und zuständig für die Bereiche Versicherungen, Zentrale Vertriebsentwicklung sowie die Fach- und Vertriebsausbildung.Frank Blümler
Fürs Alter

DVAG-Vorstand: „Mehr Wahlfreiheit erhöht den Beratungsbedarf“

Altersvorsorgedepot ohne Garantie, Garantieprodukte mit unterschiedlichen Sicherungsniveaus und ein Standarddepot für den einfachen Einstieg: Die Reform der geförderten privaten Altersvorsorge erweitert die Möglichkeiten für Sparer. Markus Knapp, Vorstandsmitglied der Deutschen Vermögensberatung (DVAG), sieht darin zugleich wachsenden Beratungsbedarf – und kritisiert, dass Standarddepot und Frühstartrente auch ohne vorherige Beratung auskommen sollen.
Die erste Karte liegt auf dem Tisch: Scalable Capital hat Konditionen für sein geplantes Altersvorsorgedepot angekündigt. Doch der eigentliche Wettbewerb beginnt erst, wenn weitere Banken, Neobroker und Versicherer ihre Angebote offenlegen.Die erste Karte liegt auf dem Tisch: Scalable Capital hat Konditionen für sein geplantes Altersvorsorgedepot angekündigt. Doch der eigentliche Wettbewerb beginnt erst, wenn weitere Banken, Neobroker und Versicherer ihre Angebote offenlegen.Redaktion experten.de / KI-generiert
Fürs Alter

Altersvorsorgedepot: Der Wettbewerb um die Kunden hat begonnen

Noch können Verbraucher kein Altersvorsorgedepot abschließen, doch Banken und Neobroker bringen sich bereits in Stellung. Scalable Capital eröffnet den Preiskampf, die ING sammelt Interessenten auf einer Warteliste und Sparkassen werben um Beratungstermine. Finanztip warnt davor, sich schon jetzt festzulegen – denn entscheidend dürfte nicht allein der Preis sein.
Die Frühstartrente stößt bei vielen Eltern auf Zustimmung. Ob daraus langfristig zusätzliche Eigenvorsorge entsteht, hängt nach einer aktuellen Studie vor allem von verständlichen Regeln und einfacher Umsetzung ab.Die Frühstartrente stößt bei vielen Eltern auf Zustimmung. Ob daraus langfristig zusätzliche Eigenvorsorge entsteht, hängt nach einer aktuellen Studie vor allem von verständlichen Regeln und einfacher Umsetzung ab.Redaktion experten.de / KI-generiert
Fürs Alter

Frühstartrente: Viele Eltern wollen zunächst nur den staatlichen Zuschuss nutzen

Die Frühstartrente stößt bei vielen Eltern auf Zustimmung. Doch zwischen grundsätzlicher Offenheit und konkreter Vorsorge klafft eine deutliche Lücke. Eine aktuelle YouGov-Studie zeigt: Jeder vierte Elternteil will zunächst ausschließlich den staatlichen Zuschuss von zehn Euro monatlich nutzen. Gleichzeitig wünschen sich viele einfachere Strukturen und mehr Orientierung.
„Viele Menschen verbinden staatlich geförderte Altersvorsorge noch immer mit dem Riester-Frust", sagt Saidi Sulilatu, Chefredakteur von Finanztip (Symbolbild).„Viele Menschen verbinden staatlich geförderte Altersvorsorge noch immer mit dem Riester-Frust", sagt Saidi Sulilatu, Chefredakteur von Finanztip (Symbolbild).Redaktion experten.de / KI-generiert
Fürs Alter

Riester wirkt nach: Altersvorsorgedepot startet mit Vertrauensproblem

Das Altersvorsorgedepot soll ab Januar 2027 zu einer neuen Säule der privaten Altersvorsorge werden. Doch wenige Monate vor dem geplanten Start zeigt sich: Nicht die Kapitalmärkte bereiten vielen Menschen Sorgen, sondern die Erfahrungen mit der Riester-Rente und die Angst vor späteren politischen Eingriffen.

Unsere Themen im Überblick

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe aus zentralen Bereichen der Branche.

Themenwelt

Praxisnahe Beiträge zu zentralen Themen rund um Vorsorge, Sicherheit und Alltag.

Wirtschaft

Analysen, Meldungen und Hintergründe zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen.

Management

Strategien, Tools und Trends für erfolgreiche Unternehmensführung.

Recht

Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen und rechtliche Hintergründe im Überblick.

Finanzen

Neuigkeiten zu Märkten, Unternehmen und Produkten aus der Finanzwelt.

Assekuranz

Aktuelle Entwicklungen, Produkte und Unternehmensnews aus der Versicherungsbranche.

Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk

Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.

Beihilfe im Wandel
Ausgabe 10/26

Beihilfe im Wandel

Dr. Günther Blaich, Dr. Gerd Sautter und Fabian Ober - INTER
"Der Vermittler muss Herr seiner Daten bleiben"
Ausgabe 07/26

"Der Vermittler muss Herr seiner Daten bleiben"

Klaus Liebig und Robert Schmidt, Geschäftsführer der vfm Gruppe
"Nicht laut, aber immer noch relevant"
Ausgabe 05/26

"Nicht laut, aber immer noch relevant"

Wibke Becker - Generalbevollmächtigte & Leiterin Maklervertrieb - Continentale - Mannheimer - EUROPA
"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."
Ausgabe 03/26

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."

Frank Kettnaker und Christian Pape - Vorstand ALH Gruppe
"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."
Ausgabe 10/25

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."

Jens Göhner, Leiter Produktmanagement der Stuttgarter
"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"
Ausgabe 07/25

"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"

Was bedeutet Unabhängigkeit im Versicherungsvertrieb wirklich?
"Das Gesamtpaket muss stimmen"
Ausgabe 05/25

"Das Gesamtpaket muss stimmen"

Bernd Einmold & Sascha Bassir
Kostenlos

Alle Ausgaben entdecken

Blättern Sie durch unser digitales Archiv im Kiosk und lesen Sie alle bisherigen Ausgaben des ExpertenReports. Zur Kiosk-Übersicht