Alte Leipziger startet mit 170 Fonds in die neue Altersvorsorge
Die Alte Leipziger stellt ihre Produktfamilie für die geplante Reform der geförderten privaten Altersvorsorge vor. ALfonds-Plus umfasst drei Varianten mit und ohne Beitragsgarantie sowie ein digital abschließbares Standarddepot. Bei den Premiumlösungen können Kunden aus rund 170 Fonds wählen.
Die Alte Leipziger Lebensversicherung will zum 1. Januar 2027 mit drei neuen Produkten in die reformierte staatlich geförderte private Altersvorsorge starten. Unter dem Namen ALfonds-Plus bündelt der Versicherer zwei Premiumvarianten und ein Standarddepot. Dabei setzt das Unternehmen auf unterschiedliche Garantieniveaus, eine breite Fondsauswahl und flexible Möglichkeiten für die spätere Auszahlung.
Mit dem Angebot positioniert sich die Alte Leipziger im Wettbewerb um die künftigen Vorsorgegelder. Neben Versicherern sollen künftig auch Banken, Fondsgesellschaften und digitale Anbieter stärker um Kunden konkurrieren.
Drei Produktvarianten mit unterschiedlichen Garantien
Die neue Produktfamilie umfasst eine fondsgebundene Lösung mit 80-prozentiger Beitragsgarantie, eine Variante ohne Beitragsgarantie sowie ein Standarddepot. Das Garantieprodukt soll Kapitalmarktchancen mit einer Absicherung von 80 Prozent der Beiträge verbinden. Die fondsgebundene Variante ohne Beitragsgarantie ermöglicht dagegen eine stärker kapitalmarktorientierte Anlage. Als dritte Lösung bietet die Alte Leipziger das gesetzlich vorgesehene Standarddepot an. Dieses soll eigenständig bereitgestellt werden und online abschließbar sein. Konkrete Angaben zu den Kosten der drei Varianten macht der Versicherer in seiner Ankündigung noch nicht. Auch zur Kapitalanlage des Standarddepots werden keine näheren Einzelheiten genannt.
Rund 170 Fonds für die Premiumlösungen
Bei den beiden Premiumprodukten können Kunden nach Angaben der Alten Leipziger aus rund 170 Fonds von mehr als 40 Fondsgesellschaften wählen. Zum Angebot gehören auch Fonds der Alte Leipziger Trust. Damit sollen unterschiedliche Anlagepräferenzen und Risikoneigungen abgedeckt werden. Die breite Auswahl gilt allerdings ausdrücklich für die Premiumvarianten und nicht automatisch für das Standarddepot. Zusätzlich sehen die beiden Premiumlösungen die Möglichkeit einer Eigenheimrente vor. Damit soll die staatlich geförderte Altersvorsorge auch für wohnwirtschaftliche Zwecke genutzt werden können.
Lebenslange Rente oder Auszahlungsplan
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Auszahlungsphase. Kunden sollen zum Rentenbeginn zwischen einer lebenslangen Rente und einem Auszahlungsplan wählen können. Bei einem Auszahlungsplan kann das Endalter zwischen 85 und 100 Jahren festgelegt werden. Wer sich für die lebenslange Rentenzahlung entscheidet, erhält einen garantierten Rentenfaktor. Beim Garantieprodukt ist darüber hinaus eine garantierte Rente vorgesehen. Damit hebt die Alte Leipziger insbesondere die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos hervor. Anders als bei einem zeitlich begrenzten Auszahlungsplan soll die lebenslange Rente ein Einkommen bis zum Lebensende gewährleisten.
Alte Leipziger setzt auf Beratung im neuen Vorsorgemarkt
Mit der Reform der geförderten privaten Altersvorsorge erwartet die Alte Leipziger einen intensiveren Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Produktanbietern. Dabei will sich das Unternehmen nicht ausschließlich über den Preis positionieren. „Eine gute Altersvorsorge beginnt mit guter Beratung. Der Kostenwettbewerb ist wichtig und richtig. Aber entscheidend ist doch, was am Ende für die Menschen herauskommt und wie gut sie im Alter tatsächlich versorgt sind“, sagt Christian Pape, Vorstandsmitglied der ALH Gruppe und verantwortlich für Vertrieb und Marketing.
Aus Sicht des Versicherers bleibt deshalb die individuelle Beratung ein wesentlicher Bestandteil der privaten Altersvorsorge.
Die neuen Produkte sollen zum 1. Januar 2027 angeboten werden. Auf der DKM am 27. und 28. Oktober in Dortmund stellt die ALH Gruppe die Altersvorsorgereform auch in mehreren Diskussionsrunden zur Debatte.
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