Eigenheime: Sicherheitsgefühl trügt beim Elementarschutz

Veröffentlichung: 07.04.2026, 16:04 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Viele Eigentümer fühlen sich gut informiert – doch zentrale Risiken werden unterschätzt. Eine aktuelle Studie im Auftrag der die Bayerische zeigt deutliche Defizite bei Absicherung, Rücklagen und Vorsorge.

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Viele Eigenheimbesitzer fühlen sich gut informiert – unterschätzen jedoch zentrale Risiken wie Starkregen, Leitungswasserschäden oder finanzielle Belastungen im Schadenfall.Viele Eigenheimbesitzer fühlen sich gut informiert – unterschätzen jedoch zentrale Risiken wie Starkregen, Leitungswasserschäden oder finanzielle Belastungen im Schadenfall.Redaktion experten.de / KI-generiert

Die Mehrheit der Eigenheimbesitzer in Deutschland schätzt ihre Situation als gut abgesichert ein. Gleichzeitig deutet eine aktuelle Studie auf eine deutliche Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und tatsächlichem Risiko hin.

Hohe Sicherheit – aber geringe Risikoerkennung

Laut der Untersuchung halten sich 82 Prozent der Eigentümer für gut informiert. Dennoch erkennt nur ein vergleichsweise kleiner Teil zentrale Gefahren für das eigene Zuhause. Besonders auffällig: Fast jeder zweite Eigentümer verfügt über keinen Elementarschutz – obwohl Extremwetterereignisse in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen haben.

Finanzielle Belastbarkeit begrenzt

Auch die finanzielle Widerstandsfähigkeit vieler Haushalte ist begrenzt. 41 Prozent der Befragten geraten bereits bei Schäden unter 10.000 Euro in finanzielle Schwierigkeiten. Zum Vergleich: Durchschnittliche Elementarschäden liegen bei mehr als 17.000 Euro. Damit wäre ein Großteil der Eigentümer auf solche Ereignisse nur unzureichend vorbereitet. Die durchschnittlichen Rücklagen betragen rund 15.300 Euro – ein Wert, der bei größeren Schäden schnell aufgebraucht sein kann.

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Zentrale Risiken werden unterschätzt

Zu den häufig unterschätzten Gefahren zählen insbesondere:

  • Starkregen und Rückstau
  • Leitungswasserschäden
  • Schimmelbildung

Nur etwa ein Viertel der Befragten stuft diese Risiken als relevant ein – obwohl sie zu den häufigsten und teuersten Schadenursachen gehören.

Vorsorge wird aufgeschoben

Ein weiterer zentraler Befund: 36 Prozent der Eigentümer verschieben notwendige Modernisierungen aus Kostengründen. Betroffen sind insbesondere Maßnahmen an Dach, Leitungen, Heizung, Dämmung oder Fenstern – also genau jene Bereiche, die für die Widerstandsfähigkeit von Immobilien entscheidend sind. Die Folge: steigende Schadenanfälligkeit bei gleichzeitig sinkendem Immobilienwert.

Beratung als Schwachstelle

Die Studie zeigt zudem Defizite in der Risikoberatung. Viele Eigentümer verlassen sich auf einmalige Abschlussgespräche oder persönliche Einschätzungen. Komplexe Risiken wie Elementarschäden oder schleichende Gebäudeschäden werden häufig nicht systematisch erfasst oder regelmäßig überprüft.

Über die Studie:
Marktforschungsumfrage durch Kantar Profiles vom 16. Juli bis 7. August 2025 bis mit 1000 Personen. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht, Immobilienbesitz und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren. Auftraggeber war die Versicherungsgruppe die Bayerische.

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