Naturheilverfahren 2026: 38 Prozent der Tarife fallen durch
Akupunktur, TCM, Osteopathie: Naturheilverfahren stehen bei vielen Versicherten hoch im Kurs. Doch das aktuelle Rating von Franke und Bornberg zeigt ein deutliches Qualitätsgefälle. Mehr als jeder dritte Tarif erhält ein „ungenügend“.
Inhaltsverzeichnis:
- Naturheilverfahren 2026: 38 Prozent der Tarife fallen durch
- Diese Tarife für Naturheilverfahren erhalten 2026 die Bestnote FFF+
Im Teilrating Naturheilverfahren zeigt sich 2026 das größte Leistungsgefälle innerhalb der Krankenzusatzversicherung. Laut Franke und Bornberg erreichen lediglich neun Prozent der untersuchten Tarife die Höchstnote FFF+ („hervorragend“). Gleichzeitig erhalten 38 Prozent die Bewertung F- („ungenügend“) – mehr als in jeder anderen Zusatzsparte.
GKV-Leistung als Ausgangspunkt
Im Regelleistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung sind Heilpraktikerleistungen nicht vorgesehen. Naturheilverfahren werden nur erstattet, wenn sie von Ärzten mit entsprechender Zusatzausbildung durchgeführt werden. Zusatzversicherungen schließen diese Lücke – allerdings in sehr unterschiedlichem Umfang.
Separates Teilrating mit klarer Logik
Franke und Bornberg bewertet Naturheilverfahren eigenständig – getrennt von Sehhilfen und Vorsorge. „Einige Menschen legen vor allem Wert auf Naturheilverfahren wie Akupunktur und TCM, andere auf erweiterten Vorsorgeschutz und Impfungen. Würden wir alle drei zusammenfassen, verlöre das Rating an Aussagekraft – und am Ende blieben nur wenige Tarife übrig, die in allen drei Disziplinen top sind“, erklärt Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH. Fehlt eine Disziplin vollständig, erhält der Tarif in diesem Segment automatisch die Note F-.
Leistungsdetails entscheiden
Unterschiede zeigen sich unter anderem bei:
- Erstattungssätzen für Heilpraktiker
- Abrechnung nach GebüH
- Höchstbeträgen pro Jahr
- Begrenzungen auf bestimmte Verfahren
Während einige Tarife umfassende Leistungen ohne enge Beschränkungen bieten, enthalten andere nur minimale Zuschüsse oder schließen alternative Methoden ganz aus.
Markt ohne strukturelle Bewegung
Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich kaum Dynamik. Der Anteil hervorragender Tarife bleibt niedrig, das untere Segment weiterhin stark besetzt. „Preislich tut sich in der Zusatzversicherung aktuell wenig. Die versicherten Leistungen sind hier nicht so anfällig für Kostensteigerungen“, sagt Christian Monke, Leiter Ratings Gesundheit und Private Risiken. Die Nachfrage nach Zusatzschutz bleibt hoch – insbesondere in Bereichen, die von der GKV nicht oder nur eingeschränkt abgedeckt werden.
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- Naturheilverfahren 2026: 38 Prozent der Tarife fallen durch
- Diese Tarife für Naturheilverfahren erhalten 2026 die Bestnote FFF+
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