Altersvorsorge: Frauen übernehmen Verantwortung – und stoßen an Grenzen

Veröffentlichung: 19.08.2025, 11:08 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Drei von vier Frauen kümmern sich selbst um ihre Altersvorsorge. Doch trotz Eigenverantwortung bleibt die finanzielle Sicherheit im Alter oft unsicher. Eine aktuelle DEVK-Studie zeigt, woran es liegt – und welche Produkte Frauen wirklich wollen.

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Drei von vier Frauen kümmern sich selbst um ihre Altersvorsorge. Doch trotz Eigenverantwortung bleibt die finanzielle Sicherheit im Alter oft unsicher.Drei von vier Frauen kümmern sich selbst um ihre Altersvorsorge. Doch trotz Eigenverantwortung bleibt die finanzielle Sicherheit im Alter oft unsicher.DALL-E

Frauen übernehmen zunehmend Verantwortung für ihre finanzielle Absicherung im Alter. Laut einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag der DEVK kümmern sich 76 Prozent der befragten Frauen eigenständig um ihre Altersvorsorge. Doch Eigeninitiative allein reicht nicht: Strukturelle Hürden wie Teilzeitarbeit, geringere Einkommen oder Erwerbspausen führen häufig zu erheblichen Rentenlücken.

„Selbst ist die Frau, aber die Lücke ist groß“, fasst Katharina Hoge, stellvertretende Leiterin der Abteilung Produktmanagement Leben bei der DEVK, die Ergebnisse zusammen. Zwar übernehmen viele Frauen Verantwortung für ihre Zukunft, doch passende Angebote fehlen nach wie vor.

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Besonders deutlich zeigt sich die Diskrepanz bei den Rentenzahlbeträgen: Nach Berechnungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) lag die durchschnittliche monatliche Rente von Frauen 2023 bei 936 Euro, Männer erhielten im Schnitt 1.427 Euro. Für viele Frauen bedeutet dies eine erhebliche Versorgungslücke.

Die Studie macht aber auch klar, was Frauen von Vorsorgeprodukten erwarten:

  • Sicherheit: Für knapp die Hälfte (49 Prozent) ist ein hohes Garantieniveau entscheidend.
  • Kosten: 41 Prozent wünschen sich günstige Lösungen.
  • Flexibilität: Jede vierte Frau (25 Prozent) legt Wert auf variable Beiträge und Pausenoptionen.
  • Im Vergleich setzen Männer stärker auf Renditechancen (27 Prozent).

Die DEVK verweist im Kontext der Studie auf eine neue fondsgebundene Rentenversicherung, die Garantien flexibel gestaltet und moderne ETF-Strategien einbindet. Damit sollen Vorsorgelösungen stärker auf individuelle Biografien abgestimmt werden – etwa durch flexible Beitragsanpassungen, Zuzahlungen oder Entnahmen. Ziel sei es, den unterschiedlichen Lebensphasen Rechnung zu tragen und finanzielle Unabhängigkeit zu fördern.

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