Private Vorsorge bleibt Pflicht – auch für Ältere
Nicht nur junge Menschen blicken skeptisch auf ihre Altersvorsorge – auch in der Generation 50+ herrscht kein Grund zur Entwarnung. Das aktuelle Anlegerbarometer von Union Investment zeigt: 79 Prozent aller Befragten glauben nicht, dass die gesetzliche Rente zur Sicherung ihres Lebensstandards ausreicht. Über alle Altersgruppen hinweg erwarten 72 Prozent, dass sie im Ruhestand auf Ersparnisse zurückgreifen müssen.
Auch bei älteren Befragten bleibt die private Vorsorge ein zentrales Thema. Während Jüngere zunehmend auf Kapitalmarktprodukte setzen, bevorzugen Ältere vor allem klassische Sicherheiten: 61 Prozent der 50- bis 59-Jährigen nennen das selbst genutzte Eigenheim als beste Altersvorsorge. Bei der Frage nach bereits getroffenen Maßnahmen liegt die ältere Generation deutlich vor der Jugend – mit Abschlussquoten von über 60 Prozent in der privaten Vorsorge.
Gleichzeitig zeigt sich eine gewisse Skepsis gegenüber innovativen Ansätzen: Nur 17 Prozent der über 40-Jährigen nennen Aktienfonds als bevorzugtes Vorsorgeinstrument – gegenüber 39 Prozent in der jungen Generation. Die Herausforderung bleibt somit, auch Älteren passende, verständliche und flexible Vorsorgelösungen zu bieten.
„Die Ergebnisse der Umfrage sind ein klarer Aufruf zur Handlung“, betont Kerstin Knoefel, Leiterin Privatkunden bei Union Investment. Der Bedarf nach Beratung und nachhaltigen Vorsorgemodellen betrifft alle Altersgruppen – und gewinnt durch demografische Verschiebungen und Reformdebatten zusätzlich an Brisanz.
Über die Studie:
Das Marktforschungsinstitut Forsa hat im Mai 2025 im Auftrag von Union Investment 1.006 Personen im Alter von 20 bis 59 Jahren befragt, die in privaten Haushalten über Finanzen entscheiden und mindestens eine Geldanlage besitzen. Die Befragten nahmen an einer Online-Umfrage teil und konnten sich Zeit und Umgebung der Bearbeitung selbst aussuchen. Bei Umfragewerten, die sich nicht zu 100 Prozent addieren, gibt die Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten an.
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