Die Bayerische warnt vor steigender Altersarmut
Die Altersarmut in Deutschland nimmt zu: Fast jeder fünfte Rentner gilt inzwischen als armutsgefährdet. Besonders betroffen sind Frauen, viele Ruheständler arbeiten über das Rentenalter hinaus. Die Bayerische startet vor diesem Hintergrund eine bundesweite Initiative – mit einem klaren Appell an Politik, Branche und Verbraucher.
Die Lage der Altersversorgung in Deutschland spitzt sich weiter zu. Nach aktuellen Daten gilt inzwischen fast jeder fünfte Rentner als armutsgefährdet. Im Jahr 2024 lag die Quote bei 19,4 Prozent der über 65-Jährigen – das entspricht rund 3,5 Millionen Menschen. Es ist der höchste Wert seit 2020. Besonders Frauen sind von Altersarmut betroffen.
Auch die Erwerbstätigkeit im Ruhestand nimmt zu: Mehr als 1,4 Millionen Rentner in Deutschland gehen weiterhin einer Arbeit nach, davon rund 375.000 in regulären Beschäftigungsverhältnissen. Laut Statista übt nur knapp ein Drittel diesen Nebenverdienst aus freien Stücken aus, ein weiteres Drittel arbeitet aus finanzieller Notwendigkeit. Zudem erhält die Hälfte aller Rentner weniger als 1.250 Euro monatlich aus der gesetzlichen Rente. Fachleute schätzen, dass Arbeitnehmer zwischen zehn und fünfzehn Prozent ihres Nettoeinkommens zusätzlich sparen müssten, um den Lebensstandard im Alter abzusichern.
Verantwortung der Branche
Vor diesem Hintergrund fordert die Bayerische ein stärkeres Bewusstsein für die private Vorsorge.
„Wir dürfen diese Entwicklung nicht hinnehmen. Als Branche tragen wir Verantwortung, die Menschen wachzurütteln und klarzumachen, wie wichtig es ist, rechtzeitig zu handeln. Wer im Alter frei und selbstbestimmt leben möchte, muss heute die richtigen Schritte gehen. Besonders junge Berufsanfänger und Menschen kurz vor dem Renteneintritt brauchen individuelle Unterstützung. Für beide ist persönliche professionelle Beratung entscheidend, weil sie Orientierung gibt und konkrete Lösungen aufzeigt, die keine App und kein Standardrechner ersetzen kann“, erklärt Martin Gräfer, Vorstand bei die Bayerische.
Bundesweite Kampagne gestartet
Um den Appell in die Öffentlichkeit zu tragen, hat die Bayerische eine bundesweite Initiative gestartet. Seit dieser Woche werden die Kampagnenfilme online, im TV, auf Streamingplattformen und in den sozialen Medien ausgespielt. Im Zentrum stehen Menschen, die auch im Alter einer Tätigkeit nachgehen – einerseits aus Leidenschaft, andererseits aus finanziellen Gründen.
Damit sollen abstrakte Statistiken durch persönliche Geschichten ergänzt und für ein breites Publikum nachvollziehbar gemacht werden. Der Abbinder „Besser vorsorgen“ fasst die Botschaft zusammen: Wer morgen selbstbestimmt leben will, muss heute handeln.
Weitere Informationen und alle Filme zur Kampagne sind unter www.diebayerische.de/besser-vorsorgen abrufbar.
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