Großteil der Beschäftigten ohne KI-Kompetenz

Veröffentlichung: 07.07.2025, 14:07 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

KI hält Einzug in den Berufsalltag – doch Schulungen bleiben Mangelware. Dabei verlangt der EU AI-Act klare Kompetenzen im Umgang mit der Technologie.

(PDF)
cms.cqrchDALL-E

Mehrheit der Beschäftigten ohne KI-Schulung

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Arbeitsalltag, doch viele Beschäftigte sind darauf nicht vorbereitet. Laut einer repräsentativen Bitkom-Umfrage wurden bislang lediglich 20 Prozent der Berufstätigen in Deutschland gezielt im Umgang mit KI geschult. Weitere 6 Prozent haben Zugang zu Fortbildungen, diese jedoch noch nicht wahrgenommen. Für rund 70 Prozent der Erwerbstätigen bietet der Arbeitgeber keine entsprechenden Schulungen an.

KI-Anwendungen im Arbeitsalltag

KI kann alltägliche Aufgaben wie E-Mail-Formulierungen, Recherchen oder Protokollerstellungen erleichtern. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Beschäftigte die Funktionsweise sowie Grenzen der Technologie verstehen und Datenschutzaspekte berücksichtigen.

Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst betont:

„KI macht viele Tätigkeiten im Beruf einfacher und effizienter – und die Nutzung kann zudem noch Spaß machen. Wichtig ist, dass man die Tools richtig bedienen kann und auch über die Möglichkeiten und Grenzen der Technologie sowie über Datenschutz und Datensicherheit Bescheid weiß“

EU AI-Act sieht Schulung von Mitarbeitern vor

Seit Februar 2025 verpflichtet die europäische KI-Verordnung Unternehmen, ein „ausreichendes Maß an KI-Kompetenz“ bei allen betroffenen Personen sicherzustellen – auch bei Freelancern oder Dienstleistern. Die Umsetzung dieser Vorgabe ist jedoch noch mit vielen offenen Fragen verbunden. Dies sei durch zertifizierte Schulungen gewährleistet.

Künstliche Intelligenz als Chance und Risiko zugleich

Die Potenziale von Künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt werden von Beschäftigten unterschiedlich bewertet. Während 14 Prozent der Erwerbstätigen davon ausgehen, dass sie in ihrem Beruf vollständig durch eine KI ersetzt werden könnten, traut ein Drittel (33 Prozent) der Technologie zu, sogar Führungskräfte zu ersetzen. Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst sieht darin nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Möglichkeit:

„Angesichts der demographischen Entwicklung und des bereits bestehenden Fachkräftemangels bietet KI gerade für die deutsche Volkswirtschaft eine Chance, den sich verschärfenden Mangel an Arbeitskräften zu mildern“
(PDF)

LESEN SIE AUCH

Christine Berthold-Poje und Maxim Pertl von Clearwater AnalyticsChristine Berthold-Poje und Maxim Pertl von Clearwater Analytics
Investment

"Die Hälfte der Experten wird in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand gehen"

Der Transformationsdruck in der Versicherungsbranche steigt: Kostenexplosion, demografischer Wandel, wachsende regulatorische Anforderungen. Maxim Pertl und Christine Berthold-Poje von Clearwater Analytics erklären im Gespräch, warum Technologie dabei nicht nur ein Werkzeug, sondern auch zum entscheidenden Differenzierungsfaktor wird. Der Text erschien zuerst im expertenReport 10/25.
Rechtsanwalt Killian Springer, Head of Legal und Product Manager AI bei Distart EducationRechtsanwalt Killian Springer, Head of Legal und Product Manager AI bei Distart Education
Digitalisierung

"Die Notwendigkeit von KI-Schulungen ist enorm - vor allem aus operativer Sicht"

Künstliche Intelligenz verändert die Finanz- und Versicherungsbranche in rasantem Tempo – vom Risikoscoring bis zur Kundenkommunikation. Doch wie gelingt es, Mitarbeitende praxisnah und rechtssicher fit für diese neue Realität zu machen?
Simon Moser, Gründer und CEO muffintech GmbHSimon Moser, Gründer und CEO muffintech GmbH
Digitalisierung

„Unsere KI ersetzt keine Vermittler – sie verschafft ihnen Zeit für das, was wirklich zählt“

Künstliche Intelligenz als Entlastung im Vermittleralltag: Mit einem maßgeschneiderten KI-System will muffintech die Versicherungsbranche neu denken. CEO und Gründer Simon Moser berichtet über seinen Weg vom Makler zum Tech-Unternehmer – und wie smarte Prozesse echten Unterschied machen können. Der Text erschien zuerst im expertenReport 10/25.
Mit der weiterentwickelten Maklerplattform IMA+ präsentiert die Inveda.net GmbH zur DKM 2025 ein neues Kapitel der digitalen Maklerunterstützung.Mit der weiterentwickelten Maklerplattform IMA+ präsentiert die Inveda.net GmbH zur DKM 2025 ein neues Kapitel der digitalen Maklerunterstützung.DALL-E
Produkte

Inveda.net bringt KI in den Makleralltag: IMA+ feiert Premiere auf der DKM 2025

Mit der weiterentwickelten Maklerplattform IMA+ präsentiert die Inveda.net GmbH zur DKM 2025 ein neues Kapitel der digitalen Maklerunterstützung. Im Mittelpunkt stehen erstmals KI-gestützte Funktionen, die Arbeitsprozesse automatisieren, Kommunikation erleichtern und gleichzeitig die Datenhoheit der Maklerbetriebe sichern.

Unsere Themen im Überblick

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe aus zentralen Bereichen der Branche.

Themenwelt

Praxisnahe Beiträge zu zentralen Themen rund um Vorsorge, Sicherheit und Alltag.

Wirtschaft

Analysen, Meldungen und Hintergründe zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen.

Management

Strategien, Tools und Trends für erfolgreiche Unternehmensführung.

Recht

Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen und rechtliche Hintergründe im Überblick.

Finanzen

Neuigkeiten zu Märkten, Unternehmen und Produkten aus der Finanzwelt.

Assekuranz

Aktuelle Entwicklungen, Produkte und Unternehmensnews aus der Versicherungsbranche.

Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk

Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."
Ausgabe 03/26

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."

Frank Kettnaker und Christian Pape - Vorstand ALH Gruppe
"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."
Ausgabe 10/25

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."

Jens Göhner, Leiter Produktmanagement der Stuttgarter
"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"
Ausgabe 07/25

"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"

Was bedeutet Unabhängigkeit im Versicherungsvertrieb wirklich?
"Das Gesamtpaket muss stimmen"
Ausgabe 05/25

"Das Gesamtpaket muss stimmen"

Bernd Einmold & Sascha Bassir
Kostenlos

Alle Ausgaben entdecken

Blättern Sie durch unser digitales Archiv im Kiosk und lesen Sie alle bisherigen Ausgaben des ExpertenReports. Zur Kiosk-Übersicht