Rentenwert 2025: 66 Euro mehr im Monat – Renten steigen zum 1. Juli deutlich

Veröffentlichung: 16.06.2025, 11:06 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Der Bundesrat hat der Rentenwertbestimmungsverordnung 2025 vergangenen Freitag zugestimmt. Das bedeutet auch ein Rentenplus für Landwirte. Zudem wurden höhere Pflegegeldgrenzen in der Unfallversicherung vereinbart.

(PDF)
Der Bundesrat hat der Rentenwertbestimmungsverordnung 2025 zugestimmt.Der Bundesrat hat der Rentenwertbestimmungsverordnung 2025 zugestimmt.LoboStudioHamburg / pixabay

Zum 1. Juli 2025 wird die gesetzliche Rente turnusmäßig angepasst. Der Bundesrat hat am 13. Juni der Rentenwertbestimmungsverordnung 2025 zugestimmt. Demnach steigt der aktuelle Rentenwert um 3,74 Prozent auf 40,79 Euro. Für Versicherte mit einer Standardrente nach 45 Beitragsjahren und Durchschnittsverdienst ergibt sich daraus ein monatliches Plus von rund 66,15 Euro.

Der Rentenwert bestimmt, wie viel ein Rentenpunkt in Euro wert ist. Die Anhebung erfolgt jährlich per Rechtsverordnung, um Renten an die allgemeine Lohnentwicklung anzupassen.

Auch in der Alterssicherung der Landwirte gibt es ein Plus: Der Rentenwert steigt von 18,15 Euro auf 18,83 Euro. Die Rentenanpassung erfolgt dort analog zur gesetzlichen Rentenversicherung und orientiert sich ebenfalls an der Lohnentwicklung. Der allgemeine Rentenwert in der Alterssicherung für Landwirte ist damit ebenso an die jährliche Rentenwertbestimmung gekoppelt.
Im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung wurden zudem der Mindest- und Höchstbetrag des Pflegegeldes angepasst. Ab Juli 2025 liegen diese bei 462 Euro beziehungsweise 1.838 Euro im Monat. Ein Anspruch auf Pflegegeld aus der gesetzlichen Unfallversicherung entsteht, wenn Versicherte infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit pflegebedürftig werden und die Pflege überwiegend durch Angehörige oder andere nicht beruflich Pflegende erfolgt. Das Pflegegeld dient als finanzielle Unterstützung für die erbrachte häusliche Pflege.

Hintergrund: Der Rentenwert ist ein zentraler Steuerungsfaktor in der gesetzlichen Rentenversicherung. Seine jährliche Anpassung berücksichtigt unter anderem die Entwicklung der Bruttolöhne, den Nachhaltigkeitsfaktor und den Beitragssatz.

(PDF)

LESEN SIE AUCH

Das Umlagesystem: Was vorne hineingeht, kommt hinten wieder heraus – nur die Generationen wechseln.Das Umlagesystem: Was vorne hineingeht, kommt hinten wieder heraus – nur die Generationen wechseln.Redaktion experten.de / KI-generiert
Glosse

4,24 Prozent mehr Rente – und keiner fragt nach der Rechnung

Die Renten steigen um 4,24 Prozent. Politisch eine Erfolgsmeldung. Ökonomisch stellt sich eine einfachere Frage: Wer bezahlt das Umlagesystem morgen?
In einem Beitrag in der FAZ haben die Ökonomen Lars Feld und Clemens Fuest den Gesetzentwurf als fiskalpolitisch riskant und ordnungspolitisch bedenklich eingeordnet.In einem Beitrag in der FAZ haben die Ökonomen Lars Feld und Clemens Fuest den Gesetzentwurf als fiskalpolitisch riskant und ordnungspolitisch bedenklich eingeordnet.Foto: Adobestock
Fürs Alter

Rentenniveau stabil, Probleme ungelöst: Warum das neue Rentenpaket keine Antwort auf die demografische Krise ist

Mit dem Rentenpaket zur Stabilisierung des Rentenniveaus und zur Ausweitung der sogenannten Mütterrente III hat die Bundesregierung ein Vorhaben auf den Weg gebracht, das sozialpolitisch wohlmeinend, finanzpolitisch jedoch hoch problematisch ist. Die zentrale Botschaft: Die gesetzliche Rente bleibt verlässlich – jedenfalls bis 2031.
Das deutsche Rentensystem steht unter massivem Reformdruck (Symbolbild).Das deutsche Rentensystem steht unter massivem Reformdruck (Symbolbild).DALL-E
Fürs Alter

ifo-Gutachten: Rentenreform dringend nötig – Beitragssatz könnte bis 2050 auf 22 Prozent steigen

Das deutsche Rentensystem steht unter massivem Reformdruck. Zu diesem Schluss kommt ein aktuelles Gutachten des ifo Instituts Dresden im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung. Ohne grundlegende Strukturänderungen drohen nicht nur steigende Beitragssätze, sondern auch eine erhebliche finanzielle Überlastung künftiger Generationen.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche fordert eine höhere Lebensarbeitszeit – und stellt sich damit gegen die SPD.Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche fordert eine höhere Lebensarbeitszeit – und stellt sich damit gegen die SPD.DALL-E
Fürs Alter

Debatte um längeres Arbeiten: Wirtschaftsministerin Reiche fordert höhere Lebensarbeitszeit

Das Renteneintrittsalter bleibt ein Zankapfel der Sozialpolitik. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche fordert eine höhere Lebensarbeitszeit – und stellt sich damit gegen die SPD. Auch Ökonomen sehen in einer längeren Erwerbsphase eine notwendige Reaktion auf den demografischen Wandel.

Unsere Themen im Überblick

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe aus zentralen Bereichen der Branche.

Themenwelt

Praxisnahe Beiträge zu zentralen Themen rund um Vorsorge, Sicherheit und Alltag.

Wirtschaft

Analysen, Meldungen und Hintergründe zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen.

Management

Strategien, Tools und Trends für erfolgreiche Unternehmensführung.

Recht

Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen und rechtliche Hintergründe im Überblick.

Finanzen

Neuigkeiten zu Märkten, Unternehmen und Produkten aus der Finanzwelt.

Assekuranz

Aktuelle Entwicklungen, Produkte und Unternehmensnews aus der Versicherungsbranche.

Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk

Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."
Ausgabe 03/26

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."

Frank Kettnaker und Christian Pape - Vorstand ALH Gruppe
"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."
Ausgabe 10/25

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."

Jens Göhner, Leiter Produktmanagement der Stuttgarter
"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"
Ausgabe 07/25

"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"

Was bedeutet Unabhängigkeit im Versicherungsvertrieb wirklich?
"Das Gesamtpaket muss stimmen"
Ausgabe 05/25

"Das Gesamtpaket muss stimmen"

Bernd Einmold & Sascha Bassir
Kostenlos

Alle Ausgaben entdecken

Blättern Sie durch unser digitales Archiv im Kiosk und lesen Sie alle bisherigen Ausgaben des ExpertenReports. Zur Kiosk-Übersicht