Berufsunfähigkeitsversicherung: Risikovorabanfragen als Bremsklotz

Veröffentlichung: 27.02.2025, 11:02 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Risikoprüfung in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) steht vor einem großen Problem: Bis zu 3.500 Risikovoranfragen pro Monat binden enorme Kapazitäten und führen zu langen Bearbeitungszeiten. Wie sich das ändern soll.

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Bearbeitungsstau beim BU-Versicherer? Das kann auch der RiVa liegen, meint Justus Lücke (Versicherungsforen Leipzig) und zeigt, wie es anders klappen könnte.Bearbeitungsstau beim BU-Versicherer? Das kann auch der RiVa liegen, meint Justus Lücke (Versicherungsforen Leipzig) und zeigt, wie es anders klappen könnte.DALL-E

Justus Lücke, Managing Director der Versicherungsforen Leipzig, hat auf LinkedIn ein zentrales Problem der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) thematisiert: die ineffiziente Bearbeitung von Risikovoranfragen. Bis zu 3.500 solcher Anfragen würden monatlich bei Versicherern eingehen und bis zu 33 Prozent der Kapazitäten in der Risikoprüfung binden, schreibt Lücke. Der Hauptgrund dafür seien langwierige manuelle Prozesse.

Die Folgen der aktuellen Praxis:

  • Lange Bearbeitungszeiten durch manuelle Abläufe
  • Hohe Kosten und ineffiziente Ressourcennutzung
  • Verzögerungen, die sich negativ auf die Conversion auswirken

Eine konsequente Digitalisierung kann hier Abhilfe schaffen. Die Versicherungsforen Leipzig haben gemeinsam mit Senacor Technologies und legal-i eine End-to-End-Lösung entwickelt, die automatisierte Aufbereitung und Priorisierung risikorelevanter Informationen ermöglichen soll.

Die Vorteile einer digitalen Risikovoranfrage:

  • ✅ Reduzierte Prozesskosten durch optimierte Workflows
  • ✅ Schnellere Entscheidungen und höhere Abschlussquoten
  • ✅ Präzisere Risikoprüfung durch gezielte medizinische Analyse

Die neue Lösung wurde „mit der Branche für die Branche“ entwickelt und soll Versicherer sowie Vermittler gleichermaßen entlasten. Wer einen ersten Blick auf die Technologie werfen möchte, findet eine Sneak-Preview im Kommentarbereich des LinkedIn-Posts von Justus Lücke. Dort postete er folgendes Video:

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