Private Altersvorsorge: Neustart erwünscht
Über 70 Prozent der Bundesbürger wünschen sich steueroptimierte Möglichkeiten zur privaten Altersvorsorge, so eine aktuelle Umfrage. Besonders Haushalte mit höherem Einkommen sehen Handlungsbedarf.
Kurz vor der Bundestagswahl zeigt eine YouGov-Umfrage für die Geldanlage-Plattform growney, dass 70,7 Prozent der Deutschen eine steuerbegünstigte private Altersvorsorge befürworten. Besonders groß ist das Interesse in Haushalten mit einem Nettoeinkommen ab 3.000 Euro pro Monat.
„Eine steuerbegünstigte Altersvorsorge ermöglicht es den Menschen, deutlich mehr Vermögen aufzubauen, das sie im Alter absichert. Das ist wichtig, weil die gesetzliche Rente nur bei den wenigsten Menschen reichen wird“, erklärt growney-Geschäftsführer Thimm Blickensdorf.
Unklare Zukunft des Altersvorsorgedepots
Die Bundesregierung hatte im Herbst 2024 ein Altersvorsorgedepot angekündigt, das steuerlich begünstigtes Sparen ermöglichen sollte. Doch nach dem Koalitionsbruch wurde der Gesetzentwurf nicht verabschiedet. Ob eine neue Regierung das Vorhaben erneut aufnimmt, ist ungewiss.
„Wer aktuell steuerbegünstigt investieren will, kann dies immerhin mit einer Rentenversicherung machen. Mittlerweile ist das auch mit günstigen ETFs und ganz flexibel möglich“, so Blickensdorf weiter. Besonders vorteilhaft sei es, möglichst früh mit der Altersvorsorge zu beginnen, um den Zinseszinseffekt optimal zu nutzen.
Über die Studie
Die Daten basieren auf einer repräsentativen YouGov-Umfrage, die im Auftrag von growney durchgeführt wurde. Zwischen dem 7. und 10. Februar 2025 wurden 2.098 Personen in Deutschland befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung ab 18 Jahren.
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