Riester-Reform: „Eine Garantieabsenkung auf 80 Prozent ist problematisch“
Das Bundesministerium der Finanzen hat einen Gesetzentwurf zur Riester-Reform vorgelegt. Die geplanten Änderungen sollen Verbrauchern, die am Finanzmarkt versiert sind, Vorteile bringen. Doch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) befürchtet Nachteile für bestehende Riester-Kunden.
Das Bundesministerium der Finanzen hat einen Gesetzentwurf zur Riester-Reform veröffentlicht. Die geplanten Änderungen könnten für Verbraucher, die sich gut am Finanzmarkt auskennen, Verbesserungen bringen. Laut dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) könnte es jedoch problematisch für Riester-Bestandskunden werden, wenn sie in neue, teurere Versicherungen gedrängt werden.
Der Entwurf zur Riester-Reform enthält positive Änderungen für Verbraucherinnen und Verbraucher. Wer eigenständig für die Rente anlegen kann, wird künftig besser und günstiger mit Fonds sparen können als bisher.
„Einen großen Haken hat das geplante Gesetz für die rund elf Millionen Verbraucher, die mit Versicherungen riestern: Sollten die Garantien bei Riester-Rentenversicherungen auf 80 Prozent abgesenkt werden können, werden Versicherer die Gunst der Stunde nutzen und Verbraucher in die neuen, teureren und weniger ertragreichen Verträge drängen. Für Verbraucher bedeutet das schlimmstenfalls, dass die alten Garantiezinsen weg sind, der neue Vertrag deutlich teurer ist und sich der Vertrieb beim Wechsel nochmal die Taschen vollmacht. Das darf nicht passieren. Hier muss die Bundesregierung nachbessern“, sagt Dorothea Mohn, Leiterin Team Finanzmarkt beim vzbv.
Auch der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bezogen bereits zum Gesetzentwurf Stellung.
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