Junge Anleger strotzen vor (zu viel) Selbstbewusstsein
Immer mehr Anleger aus der Generation Z entdecken die Börse für sich. Sie machen dabei vieles richtig, überschätzen sich jedoch auch mitunter, wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht.
So geben 43 Prozent der Gen Z an, dass sie der Überzeugung sind, sich auf ihr eigenes Fachwissen verlassen zu können. Etwas mehr als die Hälfte der zwischen 18- und 24-Jährigen denkt dabei sogar, gut darin zu sein, die richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkte am Aktienmarkt zu erkennen. In allen anderen Altersgruppen glaubt dies nur eine Minderheit, und selbst Profianleger behaupten dies nur selten von sich.
Wie die Infografik aufzeigt, stieg die Anzahl junger Aktionäre in Deutschland zuletzt beträchtlich an. Dass dies so bleibt, gilt jedoch keineswegs als sicher. Marktbeobachter sprechen von einer sogenannten Angst vor dem Telekom-Effekt. Das Wertpapier galt ab 1996 als Volksaktie, doch nach dem dramatischen Absturz im Jahr 2001 verloren zahlreiche Aktionäre in der Bundesrepublik erhebliche Summen an Geld, mit weitreichenden Folgen für die hiesige Aktienkultur.
Allerdings scheinen die Junganleger dieser Tage nicht nur auf eine einzelne gehypte Aktie zu setzen, im Gegenteil. Die beliebtesten Anlageprodukte sind ETFs und Fonds - 82 Prozent der Anleger unter 35 Jahren haben diese Assets in ihrem Portfolio. An zweiter Stelle stehen Einzelaktien, gefolgt von Kryptowährungen. Die schwankungsanfälligen digitalen Assets werden von 32 Prozent der jungen Anleger bevorzugt gewählt.
Nichtsdestotrotz erfreuen sich Kryptowährungen auch generationenübergreifend großer Beliebtheit. Bei der Verteilung der Käufergruppen von Bitcoin, Ethereum & Co. machen Anleger über 40 Jahre etwa 61 Prozent aus.
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