Die besten Privathaftpflicht-Tarife für Singles 2026Forderungsausfall: Wenn der Geschädigte selbst auf dem Schaden sitzen bleibt

Veröffentlichung: 07.09.2026, 06:09 Uhr - Lesezeit 5 Minuten

Eine der Leistungen, bei denen Franke und Bornberg weiterhin Unterschiede zwischen Basis- und Topschutz beobachtet, ist die Forderungsausfalldeckung samt Schadenersatzrechtsschutz. Sie greift grundsätzlich in der umgekehrten Richtung einer klassischen Haftpflichtversicherung: Der Versicherte verursacht nicht selbst einen Schaden, sondern wird geschädigt. Kann der Schädiger die berechtigte Forderung nicht erfüllen, kann eine entsprechend ausgestaltete Forderungsausfalldeckung einspringen. Gerade bei hohen Personenschäden kann diese Leistung erheblich wichtiger sein als ihr unscheinbarer Name vermuten lässt.

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Auch Singles sollten bei der Privathaftpflicht genau auf die Bedingungen achten: Von 293 untersuchten Tarifen erreichen im Rating 2026 von Franke und Bornberg nur 50 die Bestnote FFF+ hervorragend. Unterschiede zeigen sich unter anderem beim Forderungsausfall, bei Drohnen und beruflich genutzten Schlüsseln.Auch Singles sollten bei der Privathaftpflicht genau auf die Bedingungen achten: Von 293 untersuchten Tarifen erreichen im Rating 2026 von Franke und Bornberg nur 50 die Bestnote FFF+ hervorragend. Unterschiede zeigen sich unter anderem beim Forderungsausfall, bei Drohnen und beruflich genutzten Schlüsseln.Redaktion experten.de / KI-generiert
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Drohnen, Gefälligkeitsschäden und Mietsachen bleiben Stolpersteine

Auch bei weiteren Alltagsrisiken zeigen schwächere Tarife nach der Analyse von Franke und Bornberg weiterhin Lücken. Dazu gehören Mietsachschäden, Gefälligkeitshandlungen und der private Gebrauch von Drohnen. Christian Monke, Leiter Ratings Gesundheit und Private Risiken bei Franke und Bornberg, verweist besonders auf Letztere: Der private Drohnenbetrieb sei inzwischen Alltag, dennoch werde dieses Risiko in vielen Basistarifen noch nicht ausreichend berücksichtigt. Daneben finden die Analysten häufiger Schwächen bei selbstständigen nebenberuflichen Tätigkeiten, bei Schäden an Sachen von Arbeitskollegen oder Arbeitgebern sowie beim Verlust beruflicher Schlüssel.
Gerade solche Leistungen zeigen, warum ein Single-Tarif nicht allein danach beurteilt werden sollte, ob keine weiteren Familienmitglieder mitversichert werden müssen. Auch der eigene Alltag kann Haftungsrisiken enthalten, die in einfachen Tarifvarianten nur eingeschränkt berücksichtigt sind.

Single und Familie: Fast dieselbe Spitze – aber nicht ganz

Interessant wird das Rating im direkten Vergleich mit dem Familienverfahren. Die meisten FFF+-Tarife schaffen die Höchstbewertung in beiden Kategorien. Die Spitzengruppen sind allerdings nicht vollständig identisch. Im Single-Rating erreicht etwa Bavaria Direkt Komfort XL FFF+, während der Tarif in der FFF+-Liste für Familien nicht auftaucht. Umgekehrt finden sich in der Familien-Spitzengruppe unter anderem Baloise AMBIENTE Top All-in+, WGV OPTIMAL und ARAG Premium, die nicht zur FFF+-Gruppe des Single-Ratings gehören.
Das ist kein Widerspruch. Franke und Bornberg bewertet die beiden Lebenssituationen mit unterschiedlichen Kriterienkatalogen. Beim Familien-Rating kommen Leistungen für Partner, Kinder und andere mitversicherte Personen hinzu. Entsprechend kann derselbe Tarif je nach Ratingverfahren unterschiedlich abschneiden.

Schlechte Single-Tarife werden deutlich seltener

Der vielleicht stärkste Befund des aktuellen Ratings liegt deshalb nicht an der Spitze, sondern am unteren Ende der Skala. Der Anteil der FFF+-Tarife steigt lediglich von 15,3 auf 17,1 Prozent. Gleichzeitig schrumpft der Anteil der mit F+ oder schlechter bewerteten Angebote von 14,3 auf 10,9 Prozent. Michael Franke, Gründer und Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH, fasst die Entwicklung so zusammen: „Die Tarifqualität steigt, aber FFF+ bleibt einer klar begrenzten Spitzengruppe vorbehalten.“
Für Singles ist das zunächst eine gute Nachricht: Wirklich schwache Angebote werden seltener. Die 50 mit FFF+ bewerteten Tarife zeigen allerdings zugleich, dass umfassender Versicherungsschutz noch immer keine Selbstverständlichkeit ist. Denn auch ohne Partner oder Kinder bleibt die Privathaftpflicht eine Absicherung gegen Schäden, deren finanzielle Folgen weit über das hinausgehen können, was ein privater Haushalt aus eigenen Mitteln tragen könnte. Single bedeutet bei der Privathaftpflicht deshalb weniger mitversicherte Personen – nicht weniger Bedarf an leistungsstarken Bedingungen.

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