Die besten Privathaftpflicht-Tarife für Familien 202652 Spitzentarife bedeuten nicht 52 Testsieger
Die Tabelle benötigt eine wichtige Einordnung. Franke und Bornberg ermittelt mit dem Rating keinen einzelnen Sieger und erstellt innerhalb der FFF+-Gruppe keine Rangliste. Alle aufgeführten Tarifvarianten erfüllen die Anforderungen für die höchste Ratingklasse und werden mit 0,5 bewertet.
Auch die Zahl von 52 Tarifen steht nicht für 52 verschiedene Versicherer. Einige Anbieter sind mit mehreren Tarifvarianten oder Kombinationen aus Tarif und Zusatzbaustein in der Spitzengruppe vertreten. Gothaer beispielsweise erreicht FFF+ mit Klassik, Plus und Premium, die Haftpflichtkasse mit Einfach Besser und Einfach Komplett.
Inhaltsverzeichnis:
- Die besten Privathaftpflicht-Tarife für Familien 2026
- 52 Spitzentarife bedeuten nicht 52 Testsieger
Ebenso wenig bedeutet die Bewertung, dass ein FFF+-Tarif automatisch für jede Familie die individuell beste oder günstigste Lösung darstellt. Das Produktrating untersucht die Qualität der vertraglichen Regelungen. Der konkrete Beitrag und die persönliche Situation eines Haushalts können für die Auswahl zusätzlich entscheidend sein.
Wo schwächere PHV-Tarife weiterhin Lücken haben
Dass die Spitzengruppe wächst, macht den Blick auf die Bedingungen nicht überflüssig. Franke und Bornberg findet gerade bei Basistarifen weiterhin Schwächen. Dazu gehören die Forderungsausfalldeckung und der damit verbundene Schadenersatzrechtsschutz. Diese Leistung kann relevant werden, wenn ein Versicherter selbst geschädigt wird, der Verursacher aber weder ausreichend versichert ist noch den Schaden aus eigenem Vermögen ersetzen kann. Weitere Unterschiede bestehen bei Mietsachschäden und Gefälligkeitshandlungen. Auch Schäden im Zusammenhang mit privat genutzten Drohnen sind nach Einschätzung der Analysten noch nicht in allen Basistarifen ausreichend abgesichert. „Der private Betrieb von Drohnen ist längst Alltag. Trotzdem ist dieses Risiko in vielen Basistarifen noch nicht ausreichend mitversichert. Solche Lücken zeigen, warum der Blick auf die Bedingungen so wichtig ist“, erklärt Christian Monke, Leiter Ratings Gesundheit und Private Risiken bei Franke und Bornberg.
Schwächere Angebote zeigen nach der Analyse außerdem häufiger Defizite bei selbstständigen nebenberuflichen Tätigkeiten, Schäden an Sachen von Arbeitskollegen oder Arbeitgebern sowie beim Verlust beruflicher Schlüssel. Für Familien kommt ein weiterer Punkt hinzu: der Schutz deliktunfähiger Mitversicherter. Gerade bei kleinen Kindern kann das eine Rolle spielen. Denn wenn ein Kind rechtlich nicht für einen verursachten Schaden haftet, besteht grundsätzlich auch kein Schadenersatzanspruch gegen das Kind. Gute Familientarife können für solche Konstellationen dennoch Leistungen vorsehen.
Schwache Tarife verlieren deutlich an Boden
Bemerkenswert am Ratingjahrgang 2026 ist deshalb nicht nur die leicht gewachsene Spitze. Deutlich stärker verändert sich das untere Ende des Marktes. Während der Anteil der FFF+-Familientarife von 15,8 auf 17,6 Prozent steigt, fällt der Anteil der Angebote mit F+ oder schlechter von 15,7 auf 10,8 Prozent. Die Mitte und Spitze des Marktes werden damit breiter, schwächere Tarife seltener. Michael Franke, Gründer und Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH, sieht darin zwar eine positive Entwicklung, warnt aber davor, die verbleibenden Unterschiede zu unterschätzen: „Die Tarifqualität steigt, aber FFF+ bleibt einer klar begrenzten Spitzengruppe vorbehalten.“
Genau darin liegt die eigentliche Botschaft des Ratings. Eine Privathaftpflichtversicherung gehört zu den zentralen Absicherungen privater Haushalte, weil Schadenersatzforderungen – insbesondere bei schweren Personenschäden – existenzbedrohende Größenordnungen erreichen können. Dass der Markt insgesamt leistungsstärker wird, ist deshalb eine gute Nachricht.
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