Altersvorsorge-Depot: Der Wettlauf um die digitalen Abschlussstrecken beginnt
Mit der Reform der privaten Altersvorsorge entstehen nicht nur neue Produkte, sondern auch neue Anforderungen an Beratung, Legitimation und Abschluss. MORGEN & MORGEN und die opal Hard- und Software Consulting GmbH entwickeln deshalb digitale Abschlussstrecken für die neue Vorsorgewelt. Die Kooperation zeigt, dass die Umsetzung der Reform längst begonnen hat.
Die politische Debatte über die Reform der privaten Altersvorsorge konzentriert sich bislang vor allem auf Fördermechanismen, Produktgestaltung und Renditechancen. Weniger Aufmerksamkeit erhält eine andere Herausforderung: die technische Umsetzung. Denn mit den neuen Regelungen entstehen ab 2027 auch neue Anforderungen an digitale Beratungs-, Angebots- und Abschlussprozesse. Besonders das gesetzlich vorgesehene Standardprodukt soll vollständig digital und barrierefrei abgeschlossen werden können. Für Versicherer bedeutet das erhebliche Investitionen in Prozesse und IT-Systeme.
Von der Reform zur Umsetzung
Vor diesem Hintergrund haben MORGEN & MORGEN und die opal Hard- und Software Consulting GmbH eine Kooperation angekündigt. Gemeinsam entwickeln die Unternehmen digitale Angebots-, Legitimations- und Abschlussstrecken für die neue geförderte Altersvorsorge. Zielgruppe sind Versicherer, die ihre Produkte rechtzeitig zum geplanten Start der Reform auf den Markt bringen wollen. „Die neuen Produktwelten verlangen nicht nur entsprechend angepasste Tarife, sondern vor allem integrierte digitale Prozesse – von der Beratung bis zum rechtskonformen Abschluss. Gemeinsam mit opal verbinden wir technologische Stärke mit unserer Expertise in Vergleich, Tarifierung und Versicherer-Anbindung zu einer praxisnahen Lösung für den Markt“, sagt Christian Jaffke, Geschäftsführer von MORGEN & MORGEN.
Das Standardprodukt erhöht den Digitalisierungsdruck
Ein wesentlicher Treiber ist das geplante Standardprodukt der Altersvorsorge-Reform. Dieses soll Verbrauchern einen einfachen und möglichst unkomplizierten Zugang zur geförderten Altersvorsorge ermöglichen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die digitale Prozessgestaltung. Von der Produktauswahl über die Identifikation bis zur Antragstellung müssen zahlreiche regulatorische Vorgaben eingehalten werden. Damit verschiebt sich der Wettbewerb teilweise von der Produktentwicklung auf die technische Umsetzung.
Abschlussstrecken werden zum Wettbewerbsfaktor
Die Kooperation zeigt, dass die Branche zunehmend über digitale Prozessqualität diskutiert. Während in der Vergangenheit häufig Tarifmerkmale, Garantien oder Fondsauswahl im Mittelpunkt standen, gewinnen heute Abschlussstrecken und Nutzerfreundlichkeit an Bedeutung. Gerade bei digitalen Self-Service-Angeboten können komplizierte oder fehleranfällige Prozesse zu Abbrüchen führen.
Die gemeinsame Lösung von MORGEN & MORGEN und opal soll deshalb den gesamten Prozess von der Angebotsberechnung über die Legitimation bis zum Antrag digital abbilden und gleichzeitig an unterschiedliche Vertriebswege und IT-Landschaften anpassbar sein.
Versicherer stehen unter Zeitdruck
Mit Blick auf den geplanten Start der Reform bleibt vielen Marktteilnehmern nur ein begrenztes Zeitfenster. Produktentwicklung, Tarifkalkulation, regulatorische Anforderungen und technische Infrastruktur müssen parallel umgesetzt werden. Die angekündigte Kooperation verdeutlicht, dass zahlreiche Vorbereitungen bereits laufen, obwohl die politische Diskussion über die konkrete Ausgestaltung der Reform vielerorts noch im Vordergrund steht. „Die Reform der privaten Altersvorsorge verlangt sichere, flexible und vollständig digitale Prozesse. Gemeinsam mit MORGEN & MORGEN schaffen wir dafür eine praxiserprobte technologische Grundlage“, sagt Günther Willert, CEO und Gesellschafter der opal Hard- und Software Consulting GmbH.
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