VPV: Ausland und Einmalbeiträge treiben Wachstum
Die VPV legt 2025 in der Lebensversicherung deutlich zu und übertrifft ihr Vorjahresergebnis spürbar. Wachstumstreiber sind vor allem Einmalbeiträge und das Auslandsgeschäft. Gleichzeitig bleibt das Schadenjahr in der Komposit-Sparte ruhig – mit Auswirkungen auf die Combined Ratio.
Die VPV Lebensversicherung hat im Geschäftsjahr 2025 ihre Beitragssumme auf 1,2 Milliarden Euro gesteigert und damit das Vorjahresergebnis um 28,7 Prozent übertroffen. Auch die VPV Allgemeine verzeichnet ein positives Jahresergebnis.
Lebensversicherung wächst deutlich
Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen in der Lebensversicherung steigen auf 420 Millionen Euro. Im Neugeschäft ergibt sich nach laufendem Beitrag ein Zuwachs von 23,9 Prozent, während das Einmalbeitragsgeschäft um 15,2 Prozent zulegt. Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist das Auslandsgeschäft, das 2025 mehr als 30 Prozent der Beitragssumme im Neugeschäft ausmacht. Einen ähnlich hohen Anteil erreichen fondsgebundene Produkte in Deutschland, darunter Angebote wie „VPV Green Invest“ oder „VPV Zukunftsplan“.
Auch das Parkdepot entwickelt sich weiter positiv: Mit einem Einmalbeitrag von 93 Millionen Euro wächst das Volumen um 9,4 Prozent. Rund die Hälfte der Mittel stammt aus der Wiederanlage ablaufender Lebensversicherungen. Vor diesem Hintergrund gewinnt auch die Weiterentwicklung klassischer Produkte an Bedeutung. Seit Oktober bietet die VPV Tarife mit modernen Garantiekonzepten an, die das Angebot für die Wiederanlage ergänzen. Bereits zum Jahreswechsel 24/25 hatte der Versicherer auf Veränderungen im Marktumfeld reagiert und Produktanpassungen vorgenommen (experten.de berichtete).
Komposit-Sparte profitiert von schadenarmem Jahr
In der Schaden- und Unfallversicherung setzt die VPV ihren Wachstumskurs fort. Die gebuchten Beiträge steigen um gut vier Prozent auf 81 Millionen Euro. Impulse kommen unter anderem aus dem Ausbau des Gewerbegeschäfts: Seit Juni 2025 umfasst das Angebot auch Betriebshaftpflicht-, Inhalts- und Ertragsausfallversicherungen. Das Schadenjahr verlief vergleichsweise ruhig. Die Schadenaufwendungen sinken um knapp zehn Prozent auf 46 Millionen Euro. Größere Belastungen durch Naturkatastrophen blieben aus. Entsprechend fällt die Combined Ratio brutto mit 79,6 Prozent deutlich positiv aus.
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