Thorsten Bohrmann, Senior-Versicherungsanalyst bei MORGEN & MORGENThorsten Bohrmann, Senior-Versicherungsanalyst bei MORGEN & MORGENMORGEN & MORGEN

Krankenhauszusatzversicherung: Leistungsniveau bleibt hoch, der Wettbewerb lebendig

Veröffentlichung: 12.11.2025, 12:11 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Der Markt für private Krankenhauszusatzversicherungen bleibt stabil – sowohl im Leistungsumfang als auch beim Niveau der Vertragsbedingungen. Laut dem neuen M&M-Rating 2025 zeigen sich deutliche Qualitätsunterschiede zwischen den Anbietern, die für Vermittlerinnen und Vermittler entscheidend sind.

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148 Tarife im M&M-Rating analysiert

MORGEN & MORGEN hat in seiner aktuellen Marktanalyse 148 Tarife der Krankenhauszusatzversicherung bewertet. Die Ergebnisse zeigen: Das Leistungsniveau bleibt hoch, der Wettbewerb ist lebendig. Typische Leistungen wie Ein- oder Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung oder Rooming-in bei Kindern gehören mittlerweile zum Standard. Unterschiede zeigen sich vor allem in den Regelhöchstsätzen und bei den Zusatzleistungen. „Gute Tarife müssen heute gerade an den kritischen Vertragsbedingungen gemessen werden – also an dem, was der Kunde wirklich benötigt“, betont Thorsten Bohrmann, Senior-Versicherungsanalyst bei MORGEN & MORGEN.

Fünf-Sterne-Tarife im Überblick

58 Tarife erreichen 2025 die Höchstbewertung von fünf Sternen. Unter den Top-Anbietern finden sich zahlreiche bekannte Marken mit breiten Produktpaletten:

  • Advigon (SGK Klinik Premium Plus),
  • ARAG (MedKlinik 1-Bett L, MedKlinik 1-Bett S),
  • AXA (KH Premium, KH Premium P),
  • Barmenia (Mehr Komfort 1-Bett / 1-Bett K),
  • BBKK (KlinikPRIVAT Premium / oAR),
  • Concordia (SZ PLUS, SZ1),
  • Deutsche Familienversicherung (KlinikSchutz Exklusiv),
  • Die Bayerische (Prestige 2025),
  • DKV (BMGR/BMG-Reihen mit BMZ1G),
  • Envivas (KlinikFlex.Max),
  • ERGO (SZS, SZL),
  • Generali (Plan S),
  • Gothaer (MediClinic S Plus / Premium / Plus),
  • Hallesche (GIGA.Clinic- und CSAW-Tarife),
  • HUK-COBURG (SZplus / Start),
  • Inter (S1, S2 und R-Varianten),
  • Janitos (JA stationär plus),
  • LKH (KUT / KUT L),
  • Münchener Verein (KlinikGesund Premium und Clinic Care Premium), Nürnberger (SG1),
  • ottonova (Klinik Einbett),
  • R+V (Klinik premium U),
  • SDK (SP1),
  • Signal Iduna (KlinikTOP1-Reihen und clinic +),
  • UKV (KlinikPRIVAT Premium / oAR),
  • vrk (SW Comfort / Start),
  • Württembergische (SZ- und SZE-Reihen).

Damit bestätigen viele der etablierten Krankenversicherer ihre Marktposition und setzen auf hohe Leistungsstandards bei gleichzeitig klar formulierten Bedingungen.

Strengere Mindestkriterien im Fokus

Das Rating legt besonderen Wert auf kundenfreundliche Bedingungen. Fünf-Sterne-Tarife müssen unter anderem auf ein ordentliches Kündigungsrecht verzichten, Chefarztbehandlung und bessere Unterbringung ohne Vorbedingungen bieten sowie über die 2,3-fachen GOÄ-Regelsätze hinaus leisten.
59 Tarife werden mit vier Sternen bewertet, zwei weniger als im Vorjahr. Drei-Sterne-Tarife sinken leicht auf 15, während die Zwei-Sterne-Gruppe auf 16 steigt.

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