GKV-Spitzenverband erwartet Strukturreformen von Carsten Linnemann

Veröffentlichung: 24.07.2026, 13:07 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Mit dem angekündigten Wechsel an der Spitze des Bundesgesundheitsministeriums hat der GKV-Spitzenverband dem designierten Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann zu seiner neuen Aufgabe gratuliert und zugleich die Erwartungen an die kommende Legislaturperiode formuliert. Vorstandsvorsitzender Oliver Blatt sieht nach dem jüngst verabschiedeten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz weiteren erheblichen Reformbedarf.

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Oliver Blatt (Vorstandsvorsitzender)Oliver Blatt (Vorstandsvorsitzender)GKV-Spitzenverband

„Mit dem jüngst verabschiedeten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz wurde ein erster wichtiger Schritt gemacht, um die bedrohliche Finanzsituation in der gesetzlichen Krankenversicherung in den Griff zu bekommen. Aber wir dürfen nicht stehen bleiben. Wir müssen dringend weitere Reformen angehen, um unser Gesundheitswesen finanziell und mit Blick auf die Versorgung zukunftsfest zu machen“,

erklärte Blatt.

Strukturreformen sollen Versorgung zukunftsfest machen

Als zentrale Aufgabe bezeichnet der GKV-Spitzenverband nun umfassende Strukturreformen im Gesundheitswesen. Ziel müsse es sein, das medizinische und pflegerische Versorgungsangebot stärker am tatsächlichen Bedarf der Patientinnen und Patienten auszurichten und die vorhandenen finanziellen sowie personellen Ressourcen effizienter einzusetzen.

Primärversorgung und Pflege im Fokus

Zu den vordringlichen Vorhaben zählt der Verband die weitere Ausgestaltung der Primärversorgung sowie eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung. An solchen Strukturreformen führe kein Weg vorbei, betonte Blatt. Nur so könne die Gesundheitsversorgung angesichts begrenzter Ressourcen langfristig gesichert werden.

GKV-Spitzenverband bietet Zusammenarbeit an

Der GKV-Spitzenverband kündigte an, den künftigen Bundesgesundheitsminister bei den anstehenden Reformvorhaben konstruktiv begleiten zu wollen. Im Interesse der rund 75 Millionen gesetzlich Versicherten stehe der Verband dem neuen Ministerium weiterhin als Gesprächspartner zur Verfügung.

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