Verisk integriert deutsche Schadenlösungen unter einheitlicher Marke
Verisk bündelt seine deutschen Gesellschaften Actineo, Krug und Rocket ab Oktober 2025 unter einer einheitlichen Marke. Ziel ist es, Schadenprozesse effizienter zu gestalten und Versicherern einen einfacheren Zugang zu datengetriebenen Services zu ermöglichen.
Der Datenanalyse- und Technologiedienstleister Verisk Analytics Inc. fasst seine drei deutschen Tochtergesellschaften ab dem 1. Oktober 2025 unter der Marke Verisk zusammen. Die bisherigen Gesellschaften Actineo, Krug und Rocket treten künftig als Verisk Med GmbH, Verisk Motor GmbH und Verisk Property GmbH auf.
Hintergrund und Zielsetzung
Mit der Markenintegration reagiert Verisk auf den steigenden Effizienzdruck und die fortschreitende Digitalisierung in der Versicherungsbranche. Insbesondere die Schadenbearbeitung gilt als Bereich mit hohem Optimierungspotenzial.
„Mit dem gemeinsamen Markenauftritt schaffen wir mehr Transparenz und erleichtern unseren Kunden wie auch der gesamten Branche den Zugang zu unserem umfassenden Leistungsportfolio“, erklärt Samer Abou-Jaoudé, Managing Director Claims Solutions Europe bei Verisk.
Drei Gesellschaften, drei Schwerpunkte
- Verisk Med GmbH (ehemals Actineo, Köln): Digitale Lösungen und medizinische Expertise für die Bearbeitung von Personenschäden, Leitung: Verena Klumb.
- Verisk Motor GmbH (ehemals Krug, Saarwellingen): Technologiegestützte Full-Service-Lösungen im Kfz-Schadenmanagement, Leitung: Dr. Sebastian Höfner.
- Verisk Property GmbH (ehemals Rocket, Münster): Softwarelösungen für die Dokumentation und Bearbeitung von Gebäudeschäden, Leitung: Michael Rodenberg.
Darüber hinaus tritt Verisk spartenübergreifend als Third-Party Administrator (TPA) auf und unterstützt Versicherer bei der Schadenbearbeitung direkt in deren Systemen.
Vernetzung und Fachkräftemangel
Verisk betont, dass die Nachfrage nach ausgelagerten Schadenservices vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels zunimmt. Mit Netzwerklösungen, die an bestehende Technologien und Dienstleistungen angebunden sind, unterstützt das Unternehmen nach eigenen Angaben 90 Prozent der größten deutschen Versicherer bei der Digitalisierung ihrer Prozesse.
Auf der Fachtagung Schaden & Innovation am 25. September in Köln unterstrich Elizabeth Mann, Chief Financial Officer und Interim President Claims Solutions bei Verisk, die Bedeutung vernetzter Schadenökosysteme: Ziel sei es, Versicherer mit modularen Technologien und qualitätsgesicherten Daten bei effizienteren Entscheidungen zu unterstützen.
Internationaler Kontext
Neben dem Geschäftsbereich Claims Solutions ist Verisk auch im Katastrophenmodellierungsgeschäft aktiv. Weltweit bietet das Unternehmen Modelle für Naturkatastrophen, Terrorismus und soziale Unruhen in mehr als 120 Ländern. Die Analysen unterstützen Versicherer bei Underwriting, Kapitalallokation und Risikosteuerung.
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