Wünsche der Sparer spielen kaum eine Rolle

Veröffentlichung: 14.11.2017, 13:11 Uhr - Lesezeit 2 Minuten

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) kritisiert den Ruf des Sachverständigenrates nach einer vergemeinschafteten europäischen Einlagensicherung (European Deposit Insurance Scheme, EDIS).

(PDF)
Sparschwein-zerbrochen-EU-Flagge-48586797-FO-MichaelJBerlinSparschwein-zerbrochen-EU-Flagge-48586797-FO-MichaelJBerlin

Dieser berücksichtige das erfolgreiche Wirken nationaler Einlagensicherungssysteme wie den seit über 80 Jahren erfolgreich arbeitenden Institutsschutz der Volksbanken und Raiffeisenbanken nicht in seinen Überlegungen.

Damit übersehe der Sachverständigenrat nach Ansicht des BVR die Belange der Sparerinnen und Sparer aus Ländern mit gut funktionierenden Sicherungssystemen, deren Banken in einer vergemeinschafteten Einlagensicherung künftig auch für Banken anderer Länder haften müssten - ohne aber deren Risiken kontrollieren zu können.

Immerhin identifiziere der Sachverständigenrat in seinem am Mittwoch vorgelegten Jahresgutachten aber das Problem der Anreizkompatibilität in den EDIS-Vorschlägen der Europäischen Kommission. Nach wie vor sieht EDIS für die mit sehr unterschiedlichen Risiken ausgestatteten nationalen Einlagensicherungssysteme keinerlei Anreize vor, diese eigenverantwortlich auszugestalten.

Erneutes Wirtschaftswachstum

Die Aufwärtskorrektur der Konjunkturprognose des Sachverständigenrats für Deutschland 2017 und 2018 hält der BVR angesichts der guten Konjunkturdaten für angemessen. Die Sachverständigen rechnen mit einem preisbereinigten Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent im Jahr 2017 und 2,2 Prozent im Jahr 2018.

Zu Recht mahnt der Sachverständigenrat mit Blick auf die gute Einnahmesituation der öffentlichen Haushalte sowohl eine Senkung der Steuern als auch der Sozialabgaben an. Dies würde sich nicht nur positiv auf die Einkommen, sondern ebenfalls positiv auf die Beschäftigung auswirken, so der BVR.

Bild: © MichaelJBerlin / fotolia.com

(PDF)

LESEN SIE AUCH

Das DIW halbiert seine Wachstumserwartungen nahezu. Die eigentliche Nachricht: Deutschlands Wirtschaft wird zunehmend vom Staat stabilisiert, während strukturelle Probleme ungelöst bleiben.Das DIW halbiert seine Wachstumserwartungen nahezu. Die eigentliche Nachricht: Deutschlands Wirtschaft wird zunehmend vom Staat stabilisiert, während strukturelle Probleme ungelöst bleiben.Experten, KI
Wirtschaft

DIW-Prognose: Deutschlands Wachstum hängt zunehmend am Staat

Das DIW erwartet für Deutschland nur noch 0,5 Prozent Wachstum. Warum die Prognose auf strukturelle Schwächen und eine wachsende Abhängigkeit von Staatsausgaben hinweist.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD)Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD)Jesco Denzel
Politik

Sondervermögen: 13,3 Milliarden Euro blieben 2025 liegen

Mit dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität will die Bundesregierung den Investitionsstau der vergangenen Jahrzehnte auflösen. Doch der erste Monitoringbericht zeigt: Milliarden standen bereit, wurden aber nicht abgerufen. Allein 2025 blieben 13,3 Milliarden Euro der eingeplanten Mittel liegen. Gleichzeitig warnt das Bundesfinanzministerium vor zu langsamen Fortschritten bei zentralen Infrastrukturprojekten.
Zentrale der Deutschen BundesbankZentrale der Deutschen BundesbankWalter Vorjohann
Wirtschaft

Bundesbank warnt vor neuer Stagnationsphase

Die Bundesbank sieht Deutschland erneut am Rand der Stagnation. Steigende Energiepreise, Inflation und höhere Sozialabgaben belasten Wachstum und Investitionen.
Die Wirtschaftsweisen warnen vor einem strukturellen Risiko: Steigende Sozialabgaben bremsen Wachstum, schwächen private Vorsorge und setzen Versicherer wie Arbeitgeber zunehmend unter Druck.Die Wirtschaftsweisen warnen vor einem strukturellen Risiko: Steigende Sozialabgaben bremsen Wachstum, schwächen private Vorsorge und setzen Versicherer wie Arbeitgeber zunehmend unter Druck.Experten/KI
Wirtschaft

Wirtschaftsweise warnen: Sozialabgaben werden zum Wachstumsrisiko

Der Sachverständigenrat sieht steigende Sozialabgaben als strukturelles Wachstumsrisiko. Warum das Folgen für Versicherer, Vorsorge und den Arbeitsmarkt hat.

Unsere Themen im Überblick

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe aus zentralen Bereichen der Branche.

Themenwelt

Praxisnahe Beiträge zu zentralen Themen rund um Vorsorge, Sicherheit und Alltag.

Wirtschaft

Analysen, Meldungen und Hintergründe zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen.

Management

Strategien, Tools und Trends für erfolgreiche Unternehmensführung.

Recht

Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen und rechtliche Hintergründe im Überblick.

Finanzen

Neuigkeiten zu Märkten, Unternehmen und Produkten aus der Finanzwelt.

Assekuranz

Aktuelle Entwicklungen, Produkte und Unternehmensnews aus der Versicherungsbranche.

Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk

Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.

"Nicht laut, aber immer noch relevant"
Ausgabe 05/26

"Nicht laut, aber immer noch relevant"

Wibke Becker - Generalbevollmächtigte & Leiterin Maklervertrieb - Continentale - Mannheimer - EUROPA
"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."
Ausgabe 03/26

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."

Frank Kettnaker und Christian Pape - Vorstand ALH Gruppe
"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."
Ausgabe 10/25

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."

Jens Göhner, Leiter Produktmanagement der Stuttgarter
"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"
Ausgabe 07/25

"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"

Was bedeutet Unabhängigkeit im Versicherungsvertrieb wirklich?
"Das Gesamtpaket muss stimmen"
Ausgabe 05/25

"Das Gesamtpaket muss stimmen"

Bernd Einmold & Sascha Bassir
Kostenlos

Alle Ausgaben entdecken

Blättern Sie durch unser digitales Archiv im Kiosk und lesen Sie alle bisherigen Ausgaben des ExpertenReports. Zur Kiosk-Übersicht