Die Talanx-Gruppe forciert konzernweite Nachhaltigkeit in ihren Kapitalanlagen. Seit Anfang 2017 analysiert die Talanx konzernweit Wertpapieranlagen auf Einhaltung von Umwelt-, Sozial- und Governancekriterien (Environmental, Social, Governance, ESG) und entscheidet damit über den marktschonenden Abbau von Positionen, die den Screening-Kriterien nicht entsprechen.
Das Screening der Kapitalanlagen erfolgt auf Grundlage des UN Global Compact. Die Prinzipien verantwortungsvollen Handelns dienen als Basis für einen breiten Filterkatalog. Dieser schließt auch kontroverse Waffen, wie zum Beispiel Anti-Personen-Minen, ein. Vor Tätigung neuer Wertpapierkäufe wird zudem geprüft, ob der Emittent den ESG-Kriterien entspricht. Für Assetklassen wie Infrastruktur und Immobilien, die aktuell nicht vom Screening erfasst werden können, hat Talanx separate Anlagerichtlinien erlassen. Ausgeschlossen sind u.a. Investitionen in Atomkraftprojekte und Anlagen mit hoher Umweltbelastung.
Das ESG-Screening wird quartalsweise über einen externen Dienstleister durchgeführt und umfasst derzeit rund 90 Prozent aller Konzern-Investments. Als nicht angemessen eingestufte Positionen sollen bis Ende des Jahres abgebaut werden. Insgesamt verwaltet Talanx Kapitalanlagen von rund 110 Mrd. EUR. Der Anteil festverzinslicher Wertpapiere lag zum 31. März 2017 bei 89 Prozent, die wertpapierförmige Aktienquote bei knapp zwei Prozent. Rund drei Prozent der Anlagen waren in Immobilien investiert. Die übrigen Anteile entfallen auf Assetklassen wie Private Equity, Infrastruktur sowie auch auf Cash-Positionen.
Infrastrukturinvestitionen strategiegemäß ausgeweitet
Strategiekonform weitet Talanx die Investitionen in Infrastrukturanlagen, wie Windparks, Stromnetze und Wasserversorger kontinuierlich aus. Derzeit hat die Gruppe rund 1,5 Mrd. EUR in Erneuerbare Energien und andere zentrale Strukturgüter investiert. Darin enthalten sind Neuinvestitionen aus dem Jahr 2016 in Höhe von rund 400 Mio. EUR. Bis Ende des Jahres 2017 will Talanx ihren Anlagebestand in diesem Bereich auf knapp zwei Mrd. EUR erhöhen.
Zweiter Nachhaltigkeitsbericht der Gruppe veröffentlicht
Die Nachhaltigkeitsstrategie der Gruppe wird seit 2016 jährlich im Rahmen des Nachhaltigkeitsberichts veröffentlicht. Den Bericht für das Geschäftsjahr 2016 legt die Gruppe nun vor. Er umfasst neben allen deutschen Standorten und der WARTA-Gruppe in Polen erstmals die italienische HDI Assicurazioni. Somit werden rund zwei Drittel der Bruttoprämien und Mitarbeiter des Erstversicherungsgeschäfts erfasst. Talanx integriert schrittweise wesentliche Gesellschaften ihrer Kernmärkte in den Bericht. Dieser wird nach den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI G4) verfasst und zeigt den Status und die Fortschritte der Talanx in wesentlichen nicht-finanziellen Belangen auf.
Maßnahmen zur CO2-Reduzierung verstärkt
Als wesentlich erachtet Talanx neben einer nachhaltigen Kapitalanlage auch die Reduzierung ihres CO2-Fußabdrucks. Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen der Talanx-Gruppe zählen der klimaneutrale Druck und die Verwendung von FSC-zertifiziertem Papier. Im Jahr 2016 wurde zudem ein CO2-Zielwert von 125 g/km (bisher 140 g/km) für neue Dienstwagen festgelegt. Neu eingeführt wurde ergänzend eine Mobilitätsstrategie, in dessen Rahmen Mitarbeiter zwischen Dienstwagen, Mobilitätspauschale und BahnCard 100 wählen.
Bild: © Sergey Nivens / fotolia.com
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