US-Markt im Visier: ERGO übernimmt NEXT Insurance komplett

Veröffentlichung: 02.07.2025, 09:07 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Mit der vollständigen Übernahme des US-Versicherers NEXT Insurance wagt ERGO einen strategischen Vorstoß in den weltweit größten Versicherungsmarkt. Was hinter der Expansion steckt – und welche Rolle Technologie dabei spielt.

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Die ERGO Group AG hat die Übernahme von NEXT Insurance erfolgreich abgeschlossen.Die ERGO Group AG hat die Übernahme von NEXT Insurance erfolgreich abgeschlossen.DALL-E

Die ERGO Group AG hat die Übernahme von NEXT Insurance erfolgreich abgeschlossen. Damit wird der US-amerikanische Digitalversicherer vollständig Teil der ERGO und somit des größten Erstversicherungsgeschäfts der Munich Re Group. Nach Unternehmensangaben wurden alle regulatorischen und vertraglichen Bedingungen planmäßig erfüllt.

Die Übernahme markiert für ERGO den offiziellen Eintritt in den US-Versicherungsmarkt – mit einem klaren Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU). NEXT Insurance gilt als einer der führenden technologiegetriebenen Anbieter für gewerbliche Schaden- und Unfallversicherungen in den USA. Das Unternehmen aus Palo Alto bietet u.a. Betriebshaftpflicht- und Arbeitnehmerunfallversicherungen und hat 2024 eine Topline von 548 Millionen US-Dollar erzielt. Aktuell betreut NEXT über 600.000 Kund*innen und beschäftigt rund 700 Mitarbeitende.

ERGO-CEO Markus Rieß bezeichnet die Übernahme als "wichtigen Meilenstein, um uns als relevanter Akteur in den USA zu etablieren". Durch die Verbindung des digitalen Geschäftsmodells von NEXT mit der Versicherungsexpertise von ERGO wolle man "profitables Wachstum und Mehrwert für alle Stakeholder schaffen".

NEXT Insurance bringt nicht nur Kundenzugang im KMU-Segment mit, sondern vor allem einen leistungsfähigen, automatisierten Technologie-Stack. Die ERGO plant, diesen gezielt weiterzuentwickeln und für den Ausbau der Aktivitäten in den USA zu nutzen. Schon vor dem Deal war ERGO mit 29 Prozent an NEXT Insurance beteiligt. Der vollständige Erwerb wurde auf Basis einer Unternehmensbewertung von 2,6 Milliarden US-Dollar vereinbart.

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