Vergleichsportale holen auf – Maklervertrieb trotzt dem digitalen Druck

Veröffentlichung: 14.05.2025, 11:05 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Der Versicherungsvertrieb in Deutschland verschiebt sich weiter in Richtung hybrider Strukturen. Vergleichsportale etablieren sich nicht nur als Vertriebskanal, sondern auch als erste Anlaufstelle zur Information. Das zeigt der aktuelle „Kundenmonitor e-Assekuranz 2024 – Der Vertriebswege-Monitor“ von Sirius Campus.

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Vergleichsportale gewinnen bei deutschen Versicherungskunden an Beliebtheit, zeigt der jüngste „Kundenmonitor e-Assekuranz 2024 – Der Vertriebswege-Monitor“ von Sirius Campus.Vergleichsportale gewinnen bei deutschen Versicherungskunden an Beliebtheit, zeigt der jüngste „Kundenmonitor e-Assekuranz 2024 – Der Vertriebswege-Monitor“ von Sirius Campus.DALL-E

Vergleichsportale gewinnen bei deutschen Versicherungskunden an Beliebtheit. Laut dem aktuellen „Kundenmonitor e-Assekuranz 2024 – Der Vertriebswege-Monitor“ von Sirius Campus stieg die Zustimmung zum Abschluss über Vergleichsportale um drei Prozentpunkte auf 39 Prozent.

Auch die tatsächliche Nutzung zog an: 19 Prozent der Befragten haben 2024 eine Versicherung über ein Vergleichsportal abgeschlossen – nach 16 Prozent im Vorjahr.

Besonders deutlich fällt der Anstieg in der Altersgruppe der 41- bis 50-Jährigen aus, wo die Nutzung erstmals höher liegt als bei den 31- bis 40-Jährigen. Die Akzeptanz ist jedoch weiterhin am stärksten bei den 18- bis 30-Jährigen: Hier können sich 53 Prozent einen Online-Abschluss über Check24 & Co. vorstellen.

Vergleichsportale zunehmend auch Informationsquelle

Mindestens ebenso relevant wie der Abschluss selbst ist die Rolle der Portale als Recherchewerkzeug. 37 Prozent der Befragten haben sich im vergangenen Jahr auf einem Vergleichsportal über Versicherungen informiert – ein Plus von vier Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Bei den über 60-Jährigen nahm die Nutzung sogar überdurchschnittlich zu.

Christoph Müller, Geschäftsführer von Sirius Campus, sieht unter anderem die EM-Werbekampagne von Check24 als Treiber: „Die massive Werbepräsenz hat die Markenwahrnehmung gestärkt – bei zugleich hohen Zufriedenheitswerten in Preis- und Prozessfragen. In puncto Beratungsqualität hingegen sehen wir weiterhin Schwächen.“

Traditionelle Vertriebswege unter Druck – Makler behaupten sich

Während Banken (38 %) und Vertreter – insbesondere im Außendienst – weiter Zustimmung verlieren, bleibt der Maklervertrieb mit 51 Prozent Akzeptanz über die Jahre hinweg stabil. Vermittler, die persönliche Beratung mit digitaler Transparenz verbinden, profitieren offenbar von ihrer Position zwischen Online-Komfort und individueller Betreuung.

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