Bedeutung von Change-Management steigt

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Immer mehr Unternehmen setzen für den digitalen Wandel auf Change-Management. Sechs von zehn Firmen (59 Prozent) nutzen entsprechende Methoden. 2017 lag der Wert noch bei 36 Prozent – ein Fünfjahreswachstum von 23 Prozentpunkten.

Im Fokus für die Firmen steht dabei New Work, Homeoffice und mobiles Arbeiten. Acht von zehn Unternehmen (83 Prozent), die auf Change-Management setzen, fokussieren sich auf die Etablierung neuer Arbeitsstrukturen. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Umfrage von Bitkom Research und IT-Dienstleister Tata Consultancy Services (TCS) unter 951 Unternehmen in Deutschland. Dr. Kay Müller-Jones, Leiter Consulting und Services Integration von TCS, sagt:

Die Covid-19-Pandemie hat die Arbeitswelt innerhalb kürzester Zeit fundamental verändert. Unternehmen brauchen ein konsequentes Change-Management, um den kontinuierlichen Wandel aktiv zu gestalten, statt nur im Nachhinein zu reagieren. Firmen, die sich noch nicht mit dieser Frage beschäftigt haben, laufen Gefahr, an Attraktivität als Arbeitgeber einzubüßen.

Weitere Schwerpunkte für Change-Management sind die Anpassung von Geschäftsprozessen und Geschäftsmodellen (47 Prozent), die Einführung neuer Software-Anwendungen (40 Prozent) sowie die Weiterbildung der Beschäftigten (30 Prozent). Seltener liegt das Augenmerk auf Kooperationen mit externen Partnern (18 Prozent) oder dem Kauf/Verkauf von Unternehmensanteilen (vier Prozent).

Nur 14 Prozent der Unternehmen haben ein eigenes Team für Change-Management

Doch nur jedes siebte Unternehmen (14 Prozent) beschäftigt ein eigenes Team für Change-Management oder Fachexperten, um die Veränderungsprozesse im Unternehmen zu gestalten. In fast jedem zweiten Unternehmen (48 Prozent) liegt die Verantwortung bei der IT-Abteilung.

In größeren Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten liegt die Verantwortung häufig in einer speziellen Digitalisierungseinheit (63 Prozent). Dies ist aber nur bei einem Viertel (24 Prozent) der Firmen mit weniger als 200 Mitarbeitern der Fall. Hier ist das Change-Management häufig direkt bei der Geschäftsführung verankert (31 Prozent). TCS-Experte Kay Müller-Jones sagt:

Es gibt keine Blaupause, wo Change-Management am besten im Unternehmen verankert werden sollte. Denn Veränderungen und Transformationsprozesse finden überall im Unternehmen statt. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass Beschäftigte ein Change-Management nicht einfach nebenbei erledigen können.

Weitere Ergebnisse der Trendstudie, etwa zum Stellenwert der Digitalisierung in den Unternehmen oder zum Einsatz von Schlüsseltechnologien, sowie ausführliche Branchenergebnisse für die Informations- und Kommunikationstechnologie, Chemie und Pharma, Banken und Versicherungen, den Handel, die Automobilindustrie sowie den Maschinen- und Anlagenbau gibt es unter www.studie-digitalisierung.de.