Digitale Kluft bleibt groß: 38 Prozent zögern bei Online-Angeboten

Veröffentlichung: 23.06.2025, 11:06 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Datenschutzsorgen, fehlendes Wissen und Angst vor Fehlern: Eine aktuelle Umfrage zur digitalen Teilhabe zeigt, dass viele Menschen mit der Digitalisierung fremdeln – vor allem Ältere. Der bevorstehende Digitaltag will genau hier ansetzen.

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Eine aktuelle Umfrage zur digitalen Teilhabe zeigt, dass viele Menschen mit der Digitalisierung fremdeln – vor allem Ältere.Eine aktuelle Umfrage zur digitalen Teilhabe zeigt, dass viele Menschen mit der Digitalisierung fremdeln – vor allem Ältere.DALL-E

Für viele ist die Nutzung digitaler Services längst selbstverständlich – für andere bleibt sie eine Hürde. Eine repräsentative Umfrage der Initiative „Digital für alle“ zum bundesweiten Digitaltag 2025 zeigt: 38 Prozent der Bevölkerung haben Hemmungen, digitale Angebote wie Online-Banking, digitale Behördentermine oder E-Commerce zu nutzen. Besonders groß ist die Skepsis bei älteren Menschen: Fast die Hälfte der 65- bis 74-Jährigen (47 Prozent) fühlt sich im Umgang mit digitalen Anwendungen unwohl, bei den über 75-Jährigen sind es 45 Prozent.

Als häufigste Gründe für die Zurückhaltung werden genannt:

  • Datenschutzbedenken (76 Prozent)
  • komplizierte Technik (33 Prozent)
  • mangelndes technisches Wissen (29 Prozent)
  • Angst, etwas falsch zu machen (22 Prozent)

Auffällig ist: Die Datenschutz-Sorgen haben im Vergleich zum Vorjahr zugenommen (plus sechs Prozentpunkte) – und betreffen alle Altersgruppen gleichermaßen.

Gleichzeitig zeigt die Studie auch eine gewisse Offenheit: 41 Prozent probieren neue Technologien gerne direkt aus, während rund ein Drittel lieber abwartet, bis andere erste Erfahrungen gesammelt haben. Nur fünf Prozent lehnen neue digitale Lösungen komplett ab.
„Diese Zahlen zeigen, wie groß die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit in der digitalen Teilhabe noch ist“, erklärt Linda Machwitz, Geschäftsführerin der Initiative „Digital für alle“. Es brauche sichere, verständliche und niedrigschwellige Angebote, um die digitale Spaltung zu überwinden – unabhängig von Alter oder Vorkenntnissen.

Die bundesweite Aktionswoche rund um den Digitaltag am 27. Juni startet bereits am Samstag, 21. Juni. Über eine interaktive Aktionslandkarte sind mehr als 2.000 Veranstaltungen gelistet – von Faktencheck-Workshops bis zu Beteiligungsprojekten in Kommunen. Ziel ist es, Ängste abzubauen, Fähigkeiten zu stärken und digitale Chancen sichtbar zu machen.

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