So sparen Verbraucher über 2.500 Euro jährlich

Preisanstieg auf breiter Front: Die Inflation in Deutschland ist auf dem höchsten Stand seit fast 30 Jahren. Auch viele Verträge werden teurer. Doch zwischen günstigen und teuren Tarifen gibt es große Preisunterschiede – eine Modellfamilie spart so schnell über 2.500 Euro pro Jahr. Das zeigen Berechnungen des Vergleichsportals Verivox.

Haushalte, die Strom oder Gas aus der örtlichen Grundversorgung beziehen, können jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen raus aus ihrem aktuellen Vertrag. Ein 3-Personen-Haushalt (4.000 kWh) spart mit einem Wechsel zum günstigsten empfohlenen Stromtarif durchschnittlich 277 Euro ein. Bei Gas (20.000 kWh) beläuft sich die Wechselersparnis im Schnitt auf 426 Euro pro Jahr.

Handy und DSL: mit Discounter-Tarifen 395 Euro weniger zahlen

Rund 240 Euro im Jahr lassen sich bei Internetverträgen sparen, bei Handyverträgen sind es rund 155 Euro jährlich. Vor allem Handytarife mit kleinen und mittleren Datenbudgets sind bei Discounter-Marken wesentlich günstiger zu haben als direkt beim Netzbetreiber. Diese gibt es heute schon für unter zehn Euro im Monat.

Gut versichert, 800 Euro gespart

Auch bei Versicherungen lohnt es sich, die Tarife regelmäßig zu überprüfen. Zwischen günstigen Tarifen mit guten Leistungen und Angeboten aus dem mittleren Preissegment liegen bei Verivox bei der Privathaftpflicht beispielsweise 79 Euro, bei der Hausratversicherung 143 Euro, bei der Rechtsschutz 310 Euro und bei der Tierhalter-Haftpflicht 71 Euro. Bei der Kfz-Versicherung mit Vollkasko-Schutz sparen Autofahrer mit einem günstigen Tarif im Schnitt 198 Euro.

Durch einen Versicherungswechsel lassen sich oftmals deutlich bessere Leistungen und verbraucherfreundliche Konditionen sichern.

Krankenkassenbeitrag bis zu 612 Euro im Jahr senken

Die Gesundheitsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland sind nahezu identisch. Dennoch variiert der Zusatzbeitrag bei den bundesweit zugänglichen Krankenkassen aktuell zwischen 0,39 und 2,5 Prozent. Durch einen Wechsel können Arbeitnehmer*innen mit einem Bruttoeinkommen von 36.000 Euro ihren Krankenkassenbeitrag um bis zu 380 Euro pro Jahr senken.

Gutverdiener*innen mit einem Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze (58.050 Euro) reduzieren ihren Beitrag mit einem Wechsel vom teuersten zum günstigsten Anbieter sogar um 612 Euro. Die Kündigung des alten Anbieters übernimmt die neue Krankenkasse. Versicherte sind dann zwölf Monate an die neue Krankenkasse gebunden.

Girokonto zum Nulltarif – im Schnitt 118 Euro sparen

59 Euro zahlen Bankkund*innen im Schnitt fürs Girokonto, wenn sie alle Überweisungen und Daueraufträge per Online-Banking in Auftrag geben und sich Kontoauszüge ausschließlich ins digitale Postfach zustellen lassen. Bei Top-Banken sind Kontoführung, Überweisungen und Daueraufträge, Lastschriften, Geldabheben und die Girocard kostenfrei. Für eine Familie, in der beide Elternteile ein eigenes Konto haben, beläuft sich das Sparpotenzial auf 118 Euro pro Jahr.

Verbraucher*innen sollten regelmäßig ihre Verträge überprüfen und neben dem Preis auch die Leistungen und die Erfahrungen anderer Kund*innen im Blick behalten. Wichtig beim Preisvergleich: Den Tarifrechner stellen sie auf ihre persönlichen Anforderungen ein. Je genauer die Rechner nach dem persönlichen Bedarf filtern, desto besser sind die angezeigten Ergebnisse.

 

Bild: © Christin Klose – stock.adobe.com

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