Deka startet mit günstigem Altersvorsorgeangebot ab 2027

Veröffentlichung: 09.09.2026, 13:09 Uhr - Lesezeit 6 Minuten

Die Deka startet ab Januar 2027 mit einem neuen Angebot für die staatlich geförderte Altersvorsorge. Vorgesehen sind ein besonders kostengünstiges Standarddepot sowie ein aktiv gemanagtes Individualprodukt. Beide Varianten sollen über alle Sparkassen vor Ort und digital über die Sparkassen-App verfügbar sein.

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Die Deka stellt ihr Angebot für die neue staatlich geförderte Altersvorsorge vor. Ab Januar 2027 sollen ein Standarddepot mit 0,1 Prozent Effektivkosten und eine aktiv gemanagte Variante verfügbar sein.Die Deka stellt ihr Angebot für die neue staatlich geförderte Altersvorsorge vor. Ab Januar 2027 sollen ein Standarddepot mit 0,1 Prozent Effektivkosten und eine aktiv gemanagte Variante verfügbar sein.Experten/KI

Beim Standardangebot fallen nach Angaben der Deka lediglich Effektivkosten von 0,1 Prozent pro Jahr für die zugrunde liegenden ETFs an. Depotführung und Zulagenverwaltung sind kostenlos. Beim aktiv gemanagten Individualprodukt liegen die Effektivkosten abhängig von der Vertragslaufzeit zwischen 1,0 und 1,5 Prozent jährlich.

Die Konditionen stehen noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die BaFin. Diese erwartet die Deka im November.

Standarddepot setzt auf Aktien- und Renten-ETF

Das Standarddepot investiert in passiv gemanagte ETFs der Deka. Vorgesehen sind ein weltweit investierender Aktienfonds sowie ein europäischer Rentenfonds.

Kunden können zwischen zwei Varianten wählen. In der klassischen Variante wird das Kapital zunächst vollständig in den Aktien-ETF investiert. Fünf Jahre vor dem geplanten Rentenbeginn wird der Aktienanteil auf 50 Prozent reduziert und Kapital in europäische Unternehmensanleihen umgeschichtet. Zwei Jahre vor Rentenbeginn wird die Aktienquote um weitere 20 Prozentpunkte abgesenkt.

Daneben bietet die Deka eine individuelle Variante des Standarddepots an. Hier können Kunden ihre Aktienquote während der gesamten Ansparphase selbst und ohne zusätzliche Kosten über die Sparkassen-App anpassen.

Individualprodukt mit aktivem Management

Beim individuell verwalteten Altersvorsorgedepot setzt die Deka auf ein Portfolio aus bis zu drei Fondsbausteinen. Diese werden auf Basis etablierter Strategien für die jeweiligen Anlageklassen aktiv gemanagt.

Die Risikosteuerung erfolgt entlang eines Lebenszyklusmodells. In jungen Jahren wird das Kapital vollständig in Aktien angelegt. Mit zunehmender Annäherung an den Rentenbeginn wird schrittweise in Rentenfonds und zuletzt auch in einen Geldmarktfonds umgeschichtet.

Auch hier sind zwei Ausprägungen vorgesehen. Beim chancenorientierten Modell wird die Aktienquote später reduziert als beim balanceorientierten Modell.

Die Effektivkosten gibt die Deka abhängig von der jeweiligen Vertragslaufzeit mit 1,0 bis 1,5 Prozent pro Jahr an. Als Mehrwert gegenüber dem Standardangebot nennt das Unternehmen neben der Risikoreduzierung gegen Ende der Laufzeit insbesondere das aktive Fondsmanagement während der gesamten Ansparphase.

Frühstart-Rente ebenfalls für 0,1 Prozent

Flankierend zum Altersvorsorgedepot will die Deka auch die geplante Frühstart-Rente für Kinder und Jugendliche anbieten. Hier sollen ebenfalls Effektivkosten von 0,1 Prozent gelten.

Damit deckt die Deka sowohl die staatlich geförderte private Altersvorsorge für Erwachsene als auch das vorgesehene Angebot für den frühen Einstieg in die kapitalgedeckte Vorsorge ab.

Umfrage zeigt Unsicherheit bei der Altersvorsorge

Begleitend zum Produktstart hat die Deka untersuchen lassen, wie die Bevölkerung ihre Altersvorsorge einschätzt. Grundlage ist eine repräsentative Online-Befragung von YouGov Deutschland im Auftrag der Deka. Zwischen dem 17. und 27. Juli 2026 wurden insgesamt 3.127 Personen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren befragt.

77 Prozent sind demnach nicht davon überzeugt, dass die gesetzliche Rente künftig ausreichen wird, um ihren Lebensstandard zu sichern. 72 Prozent befürchten, ihren Lebensstandard im Alter reduzieren zu müssen.

Gleichzeitig geben 54 Prozent an, unsicher zu sein, wie sie ihr Geld für die Altersvorsorge anlegen sollen. 38 Prozent beschäftigen sich nach eigenen Angaben gerne mit dem Thema Altersvorsorge.

Deka-Vertriebschef Dirk Peters sieht darin einen entsprechenden Handlungsbedarf:

„Die Ergebnisse sagen ganz klar: Die Menschen machen sich Sorgen um ihre finanzielle Zukunft im Alter. Wir stehen vor einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, breiten Bevölkerungsschichten eine verlässliche Altersvorsorge zu ermöglichen.“

Mit dem neuen Angebot positioniert sich die Deka damit frühzeitig für den Start der geförderten Altersvorsorgedepots 2027. Auffällig ist vor allem die Bandbreite des Angebots: Vom weitgehend standardisierten ETF-Depot mit 0,1 Prozent Effektivkosten bis zur aktiv gesteuerten Variante mit 1,0 bis 1,5 Prozent sollen unterschiedliche Anforderungen an Eigensteuerung und Management abgedeckt werden. Über die Sparkassen soll das Angebot zugleich sowohl im Filialvertrieb als auch digital eine breite Verfügbarkeit erhalten.

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