R+V bereitet Frühstart-Rente auf ETF-Basis vor

Veröffentlichung: 27.06.2025, 10:06 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Noch ist die gesetzliche Grundlage in Arbeit, doch die R+V Versicherung bringt sich bereits in Stellung: Mit der sogenannten R+V-FrühstartRente kündigt der genossenschaftliche Versicherer ein eigenes Produkt zur geplanten staatlichen Frühstart-Rente an. Diese soll ab Januar 2026 für alle Kinder zwischen 6 und 18 Jahren ein Vorsorgedepot mit monatlich zehn Euro vom Staat aufbauen – ein Baustein zur kapitalgedeckten Altersvorsorge, über den in der Politik intensiv diskutiert wird.

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Claudia Andersch, Vorstandsvorsitzende der R+V Lebensversicherung AGClaudia Andersch, Vorstandsvorsitzende der R+V Lebensversicherung AGR+V Lebensversicherung AG

R+V plant in diesem Zusammenhang eine fondsgebundene Rentenversicherung, die auf kostengünstige ETFs (Exchange Traded Funds) setzt. Der Abschluss soll nicht nur online möglich sein, sondern auch im stationären Vertrieb über Volksbanken, Raiffeisenbanken und R+V-Generalagenturen. Auf ihrer Website bietet die R+V bereits erste Informationen an, obwohl zentrale gesetzliche Rahmenbedingungen noch fehlen.

„Wir alle wissen, dass die gesetzliche Rente allein im Alter nicht für den gewohnten Lebensstandard ausreichen wird“, betont Claudia Andersch, Vorstandsvorsitzende der R+V Lebensversicherung AG. „Deshalb ist ein möglichst frühzeitiger Aufbau der privaten Altersvorsorge besonders wichtig.“ Mit dem neuen Angebot will die R+V auch einen gesellschaftlichen Beitrag leisten – ein Anspruch, der zur genossenschaftlichen DNA des Konzerns passt.

„Mit dem Angebot ihrer FrühstartRente leistet die R+V einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, um die Menschen beim Aufbau ihrer Altersvorsorge zu beraten und zu unterstützen“, so Andersch weiter. Über die genossenschaftliche Finanzgruppe könne die R+V nach eigenen Angaben bis zu 30 Millionen Menschen erreichen.

Neben der flächendeckenden Verfügbarkeit legt die R+V laut eigenen Angaben besonderen Wert auf Einfachheit, Transparenz und niedrige Kosten. Damit orientiert sich der Versicherer an einem zentralen Ziel der geplanten Frühstart-Rente: möglichst viele junge Menschen frühzeitig für den Vermögensaufbau zu erreichen – unabhängig von Einkommen und familiärem Hintergrund.

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