Generation Gründung? Junge Angestellte neigen zur Selbständigkeit

Veröffentlichung: 18.12.2025, 07:12 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Die Bereitschaft zur beruflichen Selbständigkeit nimmt in Deutschland wieder zu. Einer aktuellen repräsentativen Befragung zufolge kann sich mehr als jeder zweite Angestellte unter 25 Jahren vorstellen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Dagegen zeigen sich ältere Beschäftigte deutlich zurückhaltender.

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Repräsentative Umfrage zeigt: Mehr als jeder Zweite unter 25 Jahren kann sich vorstellen, ein eigenes Unternehmen zu gründen.Repräsentative Umfrage zeigt: Mehr als jeder Zweite unter 25 Jahren kann sich vorstellen, ein eigenes Unternehmen zu gründen.DALL-E

Junge Generation zeigt mehr Unternehmergeist

Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag der HDI Versicherungen ist der Anteil der gründungsbereiten Angestellten unter 25 Jahren innerhalb eines Jahres von 40 auf 52 Prozent gestiegen. Auch bei den 25- bis 39-Jährigen ist ein Anstieg von 41 auf 45 Prozent zu verzeichnen. Insgesamt liegt die Gründungsbereitschaft aller Angestellten bei 34 Prozent – ein leichter Zuwachs gegenüber dem Vorjahr (33 Prozent).

Deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen

In der Generation 40+ sinkt das Interesse: Nur noch 26 Prozent der Angestellten ab 40 Jahren ziehen eine Selbständigkeit in Betracht, zwei Drittel lehnen sie ab. Auch unter bereits selbständig Tätigen zeigen sich Generationenunterschiede. Während 72 Prozent der unter 45-jährigen Selbständigen ihre Zukunft als eher oder sehr sicher einschätzen, liegt dieser Wert bei den über 45-Jährigen nur bei 61 Prozent. Zugleich wächst in der älteren Gruppe die Zahl der Zukunftsskeptiker auf 28 Prozent.

Unterschiede nach Region, Branche und Geschlecht

Besonders hoch ist die Gründungsbereitschaft in den Stadtstaaten. In Bremen, Hamburg und Berlin liegt sie fast doppelt so hoch wie in den Schlusslichtern Sachsen und Thüringen.

cms.ektulHDIAuch Angestellte, die regelmäßig im Homeoffice arbeiten, sowie Beschäftigte in der IT-Branche zeigen überdurchschnittliches Interesse an einer Selbständigkeit.

Wie in den Vorjahren ist die Bereitschaft bei Männern etwas höher als bei Frauen: 37 Prozent der männlichen Angestellten und 31 Prozent der weiblichen Beschäftigten können sich einen Schritt in die Selbständigkeit vorstellen.

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HDI sieht Bedeutung für gesellschaftliche Entwicklung

„Der Unternehmergeist hat maßgeblich zum Wohlstand Deutschlands beigetragen. Deshalb ist die Förderung des Unternehmertums für unsere Gesellschaft existenziell“, betont Jens Warkentin, Vorstandsvorsitzender der HDI Deutschland AG. Der Versicherer positioniert sich seit Jahren als Partner von Selbständigen und kleinen Unternehmen.

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