Mehr Arbeitstage im Jahr 2026

Im kommenden Jahr müssen Arbeitnehmer mit mehr Arbeitstagen rechnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, steigt die durchschnittliche Zahl der Arbeitstage 2026 bundesweit auf 250,5 Tage – das sind 2,4 Tage mehr als im laufenden Jahr.

(PDF)
Mehr Arbeitstage bedeuten auch mehr Produktivität – ein zusätzlicher Arbeitstag kann das BIP um 0,1 Prozentpunkte steigern.Mehr Arbeitstage bedeuten auch mehr Produktivität – ein zusätzlicher Arbeitstag kann das BIP um 0,1 Prozentpunkte steigern.pixabay

Feiertagskalender beeinflusst Jahresarbeitszeit

2026 fällt unter anderem der Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) sowie der zweite Weihnachtsfeiertag (26. Dezember) auf einen Samstag. Solche Konstellationen führen dazu, dass die Gesamtzahl der Werktage steigt. Da gesetzliche Feiertage je nach Bundesland variieren, ergibt sich im bundesweiten Mittelwert eine Angabe mit Nachkommastellen.

Ein zusätzlicher Arbeitstag kann das BIP messbar beeinflussen

Die Zahl der Arbeitstage hat nicht nur für Beschäftigte, sondern auch für die Volkswirtschaft Bedeutung. Nach einer Faustregel wirkt sich ein zusätzlicher Arbeitstag mit rund 0,1 Prozentpunkten positiv auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aus. Der tatsächliche Effekt hängt jedoch davon ab, wann im Jahr dieser zusätzliche Tag liegt.

Beispielsweise entfalten Werktage zwischen Weihnachten und Neujahr kaum wirtschaftliche Wirkung, da in vielen Branchen der Betrieb ruht. Anders ist es, wenn arbeitsintensive Tage wie der 1. Mai oder der 3. Oktober auf ein Wochenende fallen – hier ist der Einfluss auf das BIP größer.

2026 mit höchster Arbeitstagezahl seit vier Jahren

Mit durchschnittlich 250,5 Arbeitstagen erreicht das Jahr 2026 den höchsten Stand seit 2022, das auf 251,4 Arbeitstagekam. In der Rückschau seit der Wiedervereinigung verzeichnete das Jahr 2004 den bisherigen Höchstwert mit 252,8 Arbeitstagen. Den niedrigsten Wert gab es 1991 mit 246,9 Tagen.

Ein nachhaltiger Anstieg der Arbeitstage resultierte aus der Abschaffung des Buß- und Bettags als gesetzlicher Feiertag im Jahr 1995 – mit Ausnahme des Bundeslands Sachsen.

Bedeutung für Planung und Wirtschaft

Für Unternehmen spielt die Zahl der Arbeitstage eine Rolle bei der Produktionsplanung, Budgetierung und Personaldisposition. Auch für die Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie die Urlaubsplanung von Beschäftigten ist der Kalender 2026 daher weniger arbeitnehmerfreundlich als in den Vorjahren. Die Entwicklung wird zudem bei der Saison- und Kalenderbereinigung von Wirtschaftsdaten berücksichtigt.

(PDF)

LESEN SIE AUCH

Die anhaltend hohe Teilzeitquote bei Frauen und insbesondere bei Müttern hat nicht nur kurzfristige Auswirkungen auf das Haushaltseinkommen – sie trägt auch wesentlich zur Rentenlücke zwischen Männern und Frauen bei.Die anhaltend hohe Teilzeitquote bei Frauen und insbesondere bei Müttern hat nicht nur kurzfristige Auswirkungen auf das Haushaltseinkommen – sie trägt auch wesentlich zur Rentenlücke zwischen Männern und Frauen bei.Grok
Fürs Alter

Teilzeitquote auf Rekordhoch – Vereinbarkeit bleibt Frauensache

Fast jede zweite erwerbstätige Frau arbeitet in Teilzeit – bei Männern ist es nur jeder neunte. Auch bei Eltern bestehen deutliche Unterschiede, zeigt der Mikrozensus 2024.
2,9 Millionen Arbeitslose im Dezember 2025. BMAS-Daten zeigen: Beschäftigung bleibt stabil, doch die Konjunktur dämpft die Bewegung.2,9 Millionen Arbeitslose im Dezember 2025. BMAS-Daten zeigen: Beschäftigung bleibt stabil, doch die Konjunktur dämpft die Bewegung.Adobe
Wirtschaft

Arbeitsmarkt zum Jahresende unter Druck: Konjunkturschwäche bremst Bewegung

Das BMAS weist auf aktuelle Arbeitsmarktdaten hin: Die Konjunkturschwäche bremst die Dynamik, Arbeitslosigkeit steigt im Dezember leicht.
Der gesetzliche Mindestlohn steigt 2026 auf 13,90 Euro und mit ihm auch die Erwartungen an faire Lohnabstände.Der gesetzliche Mindestlohn steigt 2026 auf 13,90 Euro und mit ihm auch die Erwartungen an faire Lohnabstände.pixabay
Chefsache

Mindestlohn steigt, Diskussion um Lohnabstandsgebot nimmt Fahrt auf

Ab dem 1. Januar 2026 steigt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland spürbar. Die Mindestlohnkommission hat eine Erhöhung von derzeit 12,82 Euro auf 13,90 Euro brutto je Stunde beschlossen – ein Schritt, der nicht nur Arbeitnehmende im klassischen Arbeitsverhältnis betrifft, sondern auch Konsequenzen für Minijobs und Midijobs hat.
Was passiert mit Überstunden und was ist steuerlich zu beachten?Was passiert mit Überstunden und was ist steuerlich zu beachten?adobe.stock
Chefsache

Überstundenabgeltung: Was rechtlich und steuerlich gilt

Was passiert mit geleisteten Überstunden? Viele Arbeitnehmer fragen sich gerade zum Ende des Jahres, welche Ansprüche sie haben und was sich steuerlich lohnt. Auch für Unternehmen ist klar geregelter Überstundenausgleich unerlässlich: Ein Überblick über die gängigen Modelle und Fallstricke.

Unsere Themen im Überblick

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe aus zentralen Bereichen der Branche.

Themenwelt

Praxisnahe Beiträge zu zentralen Themen rund um Vorsorge, Sicherheit und Alltag.

Wirtschaft

Analysen, Meldungen und Hintergründe zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen.

Management

Strategien, Tools und Trends für erfolgreiche Unternehmensführung.

Recht

Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen und rechtliche Hintergründe im Überblick.

Finanzen

Neuigkeiten zu Märkten, Unternehmen und Produkten aus der Finanzwelt.

Assekuranz

Aktuelle Entwicklungen, Produkte und Unternehmensnews aus der Versicherungsbranche.

Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk

Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."
Ausgabe 10/25

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."

Jens Göhner, Leiter Produktmanagement der Stuttgarter
"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"
Ausgabe 07/25

"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"

Was bedeutet Unabhängigkeit im Versicherungsvertrieb wirklich?
"Das Gesamtpaket muss stimmen"
Ausgabe 05/25

"Das Gesamtpaket muss stimmen"

Bernd Einmold & Sascha Bassir
Kostenlos

Alle Ausgaben entdecken

Blättern Sie durch unser digitales Archiv im Kiosk und lesen Sie alle bisherigen Ausgaben des ExpertenReports. Zur Kiosk-Übersicht